Baustelle Berliner Charité

Berliner Charité

Berlin ist um eine Brücke reicher – Das wäre an und für sich noch nichts Besonderes. Doch die Brücke, um die es geht, ist ein Symbol. Sie steht dafür, dass es sie noch gibt: die Großbaustellen, die funktionieren! Wo? Na in Mitte.

Dort baut die Charité seit rund zwei Jahren ihren Campus und ihr Bettenhaus um. Gesamtinvestitionsvolumen: 202,5 Millionen Euro.

Ein finanziell kleiner, aber dennoch sehr wichtiger Teil, ist die Glasverbindungsbrücke in der Luisenstraße. Sie kostete 1,5 Millionen Euro, verbindet den historischen Gebäudeteil mit dem sanierten Bettenhochhaus und wurde – wie eingangs erwähnt – vor wenigen Tagen feierlich eröffnet. Das ist nicht nur für Mitarbeiter und Patienten des Berliner Großklinikums ein Meilenstein und eine Erleichterung, sondern auch für die Allgemeinheit. Denn mit der Brücke ist auch die Luisenstraße endlich wieder frei. So rollt, nach vielen Monaten des Wartens, unter der Brücke endlich wieder der Verkehr – und auf der Brücke Betten.

Insgesamt 100 Tonnen Stahl und 400 Quadratmeter Glas wurden für den modernen, zweigeschossigen Verbindungsgang verbaut. Geplant hat man das Ganze, (fast) untypisch für Berlin, mit Köpfchen. So ist die neue Brücke tatsächlich so hoch (Durchfahrtshöhe), dass auch Doppeldeckerbusse der BVG und große Lkw drunter durch passen.

Für die BVG – und somit Berliner ÖPNV-Nutzer – bringt die Öffnung der Luisenstraße neue Busrouten. Der 147 und der TXL fahren jetzt durch die Luisenstraße.

Wie die Brücke liegt auch das Gesamtprojekt Charité-Sanierung zeit- und kostenmäßig voll im Plan. So wurde, für jedermann gut sichtbar, die Fassade des Bettenturms bereits fast vollständig ausgetauscht. Auch im Inneren des Gebäudes geht’s in Riesenschritten voran. Der aus 1982 stammende Bau wurde völlig entkernt, neue Nasszellen wurden eingebaut, ebenso eine völlig neue Kältezentrale. Diese soll in Kürze in Betrieb gehen, so Charité-Bauchef Christian Kilz.

Das gesamte Bettenhochhaus soll bis Ende 2016 fertig sein und wieder in Betrieb gehen. Dann ist das weithin sichtbare „Wahrzeichen“ der Charité auch im fachlichen Sinne eine „Landmark“. Nach der Sanierung wird es nämlich laut Charité zu den modernsten Klinikgebäuden Europas gehören.

Ebenfalls relativ neu am Campus Mitte ist jenes Gebäude, in das die Patienten während der Bettenturmsanierung „ausgelagert“ wurden. Die Charité Campus-Klinik wurde im Frühjahr 2013 hochgezogen. 339 Betten finden sich seitdem in dem modernen Viergeschosser.

Auch an den anderen Standorten baute und baut die Charité. Am Campus Benjamin Franklin in Steglitz beispielsweise wurden vor wenigen Wochen feierlich fünf modernisierte OP-Säle in Betrieb genommen. Damit nicht genug: Fünf weitere Operationssäle werden ab 2016 auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

Auch in Sachen Transparenz könnte die Charité-Baustelle so manchem Großprojekt als Vorbild dienen. Nicht nur über die Medien informiert man regelmäßig über den Baufortschritt. Jeder interessierte Bürger kann sich in einem eigens geschaffenen Infocenter die Pläne und Modelle ansehen.

Mehr Informationen: infocenter BA, Campus, Charité Mitte, Luisenstraße 10, 10117 Berlin, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | www.infocenter.charite.de

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