Kampagne für mehr Achtsamkeit für blinde und sehbehinderte Berliner

Kampagne des Berliner Blindenvereins (ABSV) Baustelle
Motiv "Baustelle" der Kampagne des Berliner Blindenvereins (ABSV)

Eine Kampagne des Allgemeinen Blinden-­ und Sehbehindertenvereins Berlin e. V. und der Aktion Mensch möchte Nichtbehinderte darauf aufmerksam machen, mehr Rücksicht auf eingeschränkte Mitmenschen nehmen. In Berlin leben etwa 25.000 blinde und sehbehinderte Menschen und  vielfach sind es nur kleine Unaufmerksamkeiten, mit denen die Nichtbehinderten ihnen das Leben schwer und gefährlich machen.

Beispiel gefällig? Ein Blindenhund kann keine Farben unterscheiden oder entscheiden, wann sein Herrchen etwa an der Ampel losgehen kann. Für Sehbehinderte Menschen und ihre Begleithunde ist es deshalb von größer Wichtigkeit, dass an einer Ampel ohne akustische Signale alle warten bis die Ampel auf Grün schaltet, so dass sich das Team an den anderen Passanten orientieren kann und nicht fälschlich bei Rot auf die Straße tritt.

Unachtsamkeit von Radfahrern führt häufig dazu, dass blinden und sehbehinderten Menschen die Orientierung erschwert wird oder sie sich gar verletzen.
Dazu gehören u. a. den Gehweg versperrende Fahrräder, an Ampelmasten angeschlossene Fahrräder, die die Bedienung der „Blindenampel“ verhindern sowie den Übergang über die Kreuzung erschweren oder verkehrswidrig auf dem Gehweg oder in Fußgängertunneln fahrende Radfahrer, die davon ausgehen, dass der Fußgänger sie „sieht“ und ausweichen wird.

Ein anderes Beispiel sind die Unachtsamkeit von Auto- und LKW-Fahrern, die häufig dazu führen, dass blinde und sehbehinderte Menschen in Gefahr geraten bzw. sich verletzen, etwa auf den Gehweg ragende geöffnete Fahrzeugtüren oder Ladeklappen, verkehrswidrig auf dem Gehweg geparkte Fahrzeuge oder das Ignorieren des Zebrastreifens.

Auch Unachtsamkeit und Fahrlässigkeit an Baustellen führen häufig dazu, dass blinde und sehbehinderte Menschen in ernsthafte Gefahr geraten. Dazu gehören u. a. schlecht oder regelwidrig gesicherteBaustellen (ein weiß-rotes Flatterband ist nicht ausreichend!), in Kopfhöhe angebrachte Bauschilder, auf dem Gehweg liegende Bau­ Materialien, die zu Stolperfallen werden. Die Absicherung von Baustellen ist in den Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen (RSA) geregelt.

Kampagnenmaterial und weiteres Material unter www.absv.de 

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