Schülerprojekt zur dualen Ausbildung: Der Schornsteinfeger wird digital

Til Müller und Justin Conny Messerknecht, Schüler der Anna-Seghers-Schule, gemeinsam mit Kornelia Haugg, Leiterin der Abteilung „Berufliche Bildung: Lebenslanges Lernen“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung, während ihrer Präsentation des Praxisbeispiels zur Jugendaktion „Zeitreisende – Entdeckt die Berufe im Wandel“. © BMBF/Wissenschaftsjahr 2018
Til Müller und Justin Conny Messerknecht, Schüler der Anna-Seghers-Schule, gemeinsam mit Kornelia Haugg, Leiterin der Abteilung „Berufliche Bildung: Lebenslanges Lernen“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung, während ihrer Präsentation des Praxisbeispiels zur Jugendaktion „Zeitreisende – Entdeckt die Berufe im Wandel“. © BMBF/Wissenschaftsjahr 2018

Am 27. September haben Schülerinnen und Schüler der Anna-Seghers-Oberschule in Adlershof die Ergebnisse ihres Projekts „Zeitreisende – Entdeckt die Berufe im Wandel“ im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2018 „Arbeitswelten der Zukunft“ vorgestellt. Die 16- bis 18-Jährigen haben sich im Unterrichtsfach „Digitale Welten“ unter anderem mit den Berufen Schornsteinfeger, Zahntechniker und Fluglotse auseinandergesetzt.

Dazu befragten sie Fachkräfte zu ihren Erfahrungen mit dem eigenen Beruf im Wandel der Zeit. Ihre Einblicke in die Berufsfelder stellten die Schülerinnen und Schüler für die Aktion auf einer eigenen Webseite zusammen. So war etwa der Beruf des Schornsteinfegers früher viel gefährlicher und mit reichlich Schmutz verbunden. Heute muss der Schornsteinfeger seltener selbst auf ein Dach steigen – stattdessen misst er die Rußdichte in einem Abluftrohr mit Hilfe digitaler Messgeräte durch spezielle Serviceluken am Boden.

Im Rahmen der Präsentation des Wettbewerbsbeitrags diskutierte Kornelia Haugg vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit Lehrkräften sowie den Schülerinnen und Schülern über die aktuellen Herausforderungen der beruflichen Bildung.  „Trotz aller Digitalisierung und künstlicher Intelligenz in vielen Berufen, braucht es auch trotzdem das alte Handwerk als Grundlage“, so Kornelia Haugg. So setze etwa der Landwirt heutzutage moderne Technologien ein, aber am Ende des Tages müsse auch er mit einem Blick erkennen können, ob Pflanzen und Tiere gesund sind.

„Wir gehen davon aus, dass unsere Schüler in eine Welt entlassen werden, die sich rasant ändert“, sagt Informatik-Lehrerin Petra Kirchstein, die das Projekt an die Schule geholt hat, „und unsere Schüler sollen nicht ins kalte Wasser geworfen werden, sondern auf die Digitalisierung vorbereitet sein.“ Sie hatte bereits bei anderen Projekten der Wissenschaftsjahre teilgenommen und wurde über dessen Newsletter auf das „Zeitreisende“-Angebot aufmerksam. „Mitmachaktionen sind immer interessant für die Schüler“, sagt Petra Kirchstein. Zudem würde Unterrichtsmaterial gleich mitgeliefert und der angeschlossene Wettbewerb motiviert die Schüler zusätzlich.

Zum Angebot des Wissenschaftsjahres gehören auch das kostenfreie Aktionsheft, das bei der Aktionsdurchführung unterstützt, sowie das Lehr- und Arbeitsmaterial mit weiteren Informationen und Inhalten, die auch über die Aktion hinaus im Unterricht verwendet werden können. Bisher nehmen bundesweit rund 200 Schulen an dem Projekt „Zeitreisende“ teil.

Noch bis zum 30. November 2018 können Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren ihre dokumentierten Interviews beim angeschlossenen Wettbewerb einreichen und Preise gewinnen.

Mehr Infos unter wissenschaftsjahr.de

Bildrechte: © BMBF/Wissenschaftsjahr 2018

 

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