Sommer, Sonne, Stau

Der letzte Schultag ist bereits Geschichte und der erste für das kommende Schuljahr scheint noch in weiter Ferne. Doch manch einer wird sich nach diesem Tag, dem Ende der Ferien sehnen. Denn bis dahin ist ganz Berlin eine Staufalle.

Baustelle an Baustelle – und drei Orte die jeder Autofahrer in den kommenden Wochen besonders weiträumig umfahren sollte: Da sind die Bauarbeiten an der Rudolf-Wissell-Brücke in Charlottenburg, der Potsdamer Brücke in Tiergarten und an der Brücke West über die Halenseestraße in Charlottenburg.

Besonders Kompliziert gestalten sich die Sanierungsarbeiten an der Rudolf-Wissell- Brücke. Sie ist mit rund 180.000 Fahrzeugen am Tag hoch belastet. Sie muss in den kommenden Jahren durch einen Neubau ersetzt werden. Um die Verkehrssicherheit der Brücke bis zum Ersatzneubau zu gewährleisten, wird derzeit die Fahrbahn der Brücke auf einer Länge von 930 Metern ausgebessert. In diesem Jahr erfolgt die Fahrbahnsanierung in Fahrtrichtung Nord, in den Sommerferien 2018 dann in Fahrtrichtung Süd.

Die Bauarbeiten sollen in diesem Jahr bis 3. September dauern. Insgesamt werden 4500 Quadratmeter Brückenabdichtung und 9400 Quadratmeter Fahrbahnbelag saniert Der Verkehr wird während der Bauzeit auf jeweils zwei Spuren pro Richtung an der Baustelle vorbei geleitet. Die Autobahnzufahrten Spandauer Damm in Fahrtrichtung Nord sowie Siemensdamm in Richtung Süd bleiben während dieser Zeit gesperrt. An der Baustelle selbst wird der Pkw-Verkehr in Fahrtrichtung Nord mit Zielrichtung Seestraße über den Mittelstreifen auf die Gegenfahrbahn geleitet. Der Verkehr Richtung Hamburg ordnet sich auf den rechten Fahrstreifen ein.

Bei einer Bauwerksprüfung wurden nach Senatsangaben erhebliche Schäden an der Potsdamer Brücke festgestellt. Demnach müsse nicht nur der Fahrbahnbelag erneuert werden, sondern auch die Abdichtungen zwischen den Brückenträgern. Die 1966 gebaute Brücke besteht aus 38 Spannbetonfertigteilträgern.

Bis Anfang November dieses Jahres werden sich die Arbeiten hinziehen. In Nord-Süd-Richtung, also vom Potsdamer Platz kommend in Richtung Schöneberger Ufer, ist die Brücke für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Voraussichtlich ab Anfang September wird eine Fahrspur vom Potsdamer Platz kommend in Richtung Süden wieder für Autofahrer zur Verfügung stehen. Busse der Linie M48, M85, N2 sowie Radfahrer und Fußgänger können die Brücke weiterhin passieren. In Ost-West-Richtung gibt es nur Verkehrseinschränkungen aufgrund des Umleitungsverkehrs. Umfahrungsmöglichkeiten stehen vom Potsdamer Platz kommend über die Bendlerbrücke sowie in der Gegenrichtung von Schöneberg kommend über die Köthener Brücke zur Verfügung.

Die Brücke mit der Überleitungsfahrbahn am Autobahndreieck Funkturm verbindet die A100 (Stadtautobahn) in Fahrtrichtung Süd mit der A115 (Avus) am Autobahndreieck Funkturm. Im Zuge der Bauarbeiten wird der Konstruktionsbeton der Spannbetonbrücke partiell instand gesetzt und neu abgedichtet, außerdem wird eine neue Fahrbahndecke aufgetragen.

Auch dieses Bauwerk wird für die Dauer der Sommerferien vom bis zum 3. September voll gesperrt. Eine zweispurige Umfahrung erfolgt in den kommenden Wochen über Messedamm/Halenseestraße unter dem ICC hindurch über die Halenseestraße auf die A115.

An den vorhandenen Knotenpunkten regeln temporäre Ampelanlagen den veränderten Verkehrsfluss. Während der Bauzeit ist von der Jafféstraße kommend nur die Zufahrt auf die A115 möglich. Die Zufahrt zur Halenseestraße oder Neuen Kantstraße ist unterbrochen.

Und damit nicht genug. Die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und der ADAC warnen vor umfangreichen Staus auf den Stadtautobahnen. So wird durch Baustellen beispielsweise der Verkehrsfluss auf der A 10 – östlicher Berliner Ring – in beiden Richtungen zwischen Rüdersdorf und Erkner, der A 10 – nördlicher Berliner Ring – in beiden Richtungen zwischen den Dreiecken Pankow und Barnim sowie der A 10 – südlicher Berliner Ring – zwischen den Dreiecken Nuthetal und Potsdam in beiden Richtungen eingeschränkt. Unter www.maps.adac.de können sich Autofahrer jederzeit über die aktuelle Verkehrslage auf ihrer Route informieren

Artikelfoto: Zu Spitzenzeiten geht auf Berlins Strassen teilweise nichts mehr // Foto: Ettueg

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