25 Jahre ohne Mauer – So feiert Berlin das Jubiläum

LICHTGRENZE Berlin Spreeufer

Vom 13. August 1961 bis zum 9. November 1989 trennte eine Mauer Ost- und Westberlin. Bei Versuchen, die 167,8 Kilometer lange Grenze zu überwinden starben, rund 250 Menschen.

Zwar erinnert Berlin permanent mit vielen Denkmälern, einem Museum und zahlreichen erhaltenen Mauerabschnitten an seine Vergangenheit. Für das 25-jährige Jubiläum des Mauerfalls reicht das freilich nicht. Hier ein Überblick, wie die Stadt ein Vierteljahrhundert EINE Stadt feiert.

Die strahlendste Aktion findet von 7. bis 9. November in der Innenstadt statt. Von der Bornholmer Straße über den Mauerpark und die Gedenkstätte Bernauer Straße, zum Reichstag, vorbei am Brandenburger Tor und Checkpoint Charlie bis hin zur East Side Gallery wird Berlin vorübergehend noch einmal geteilt. Diesmal ist die Grenze allerdings durchlässig und leuchtet hell und hoffnungsfroh: 8000 weiße, leuchtende Ballons werden den Verlauf der Mauer nachzeichnen. Der Höhepunkt der Ballonaktion: Sie werden in den Himmel steigen. Allesamt. Gleichzeitig.

Losgelassen von den „Ballonpaten“ – Freiwilligen, die sich gemeldet haben, um – egal ob Alt-Berliner oder Zugezogene aus Ost und West – der Welt noch einmal zu demonstrieren, dass ihre Stadt wieder eins ist. Und, dass man die brutale Geschichte der Teilung noch nicht vergessen hat und auch nicht vergessen soll.

ARD und RBB übertragen die Ballonaktion übrigens live. Am Brandenburger Tor wird die Staatskapelle Berlin dazu die „Ode an die Freude“ erklingen lasen, die auch damals den Mauerfall musikalisch begleitete.

Wer die persönlichen (Mauerfall-) Geschichten der Ballonpaten nachlesen will, kann das unter www.fallofthewall25.com – dort werden sie gesammelt.

Auch zahlreiche Ausstellungen und andere Projekte widmen sich dem Mauerfall: Im Nordbahnhof beispielsweise zeigt eine Schau „Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin“. Sie läuft von 9.11. bis 31.12.2014.

Startend beim U-Bahnhof Gesundbrunnen kann man hingegen auf der geführten Tour „Mauerdurchbrüche – Unterirdische Fluchten von Berlin nach Berlin“ ein Stück Geschichte „ergehen“. Auch die Zionskirche – Ende der 1980er ein Hort des Widerstands in Ost-Berlin – ist Treffpunkt einer Sonder-Stadtführung zum Mauerfall. Titel: „25 Jahre friedliche Revolution“.

Das Schicksal von Stasi-Opfern beleuchtet nicht nur die Gedenkstätte Hohenschönhausen, sondern auch die Ausstellung „Zugeführt – In der Gewalt von Volkspolizei und Stasi“ in der DDR-Haftanstalt Rummelsburg (8.10. bis 31.12.). Weitere Ausstellungen, Vorträge und auch Theateraufführungen zum Mauerfall-Jubiläum finden sich unter: www.visitberlin.de/de/sehen/25-jahre-mauerfall.

Wer seine Verwandten oder Freunde zum Jubiläum in die Stadt einlädt, sollte sich rechtzeitig um ein Quartier kümmern. Viele Hotels bieten aber Sonderarrangements.

Die Berliner Lokalnachrichten bieten Ihnen eine Plattform: Wer seine persönlichen Erinnerungen aus der Zeit der geteilten Stadt oder zum Tag des Mauerfalls erzählen möchte, kann das gerne auf Facebook, unter: https://www.facebook.com/Berliner.Lokalnachrichten oder per Mail an l.steiner@berliner-lokalnachrichten.de oder per Post an die Redaktion: Landsberger Allee 24, 10249 Berlin –

Achtung: Wenn Sie auch Fotos senden, achten Sie darauf, ob Sie diese selbst gemacht haben.
Gerne können Sie uns Ihre Geschichte auch nur in Stichworten übermitteln und eine Kontakt-Telefonnummer hinterlassen. Unsere Redakteurin kontaktiert Sie auch gerne persönlich!

 

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