Guerilla Gardening – Die Grüne Revolution für Alle, von der Oma bis zum Hipster

Guerilla Gardening - Die grüne Revolution... Foto: © joools / fotolia.com

Guerilla Gardening – Die Grüne Revolution für Alle, von der Oma bis zum Hipster

Die Garten-Lust hat ganz Berlin gepackt. Und zwar nicht nur jene Hauptstadtbewohner, die einen Kleingarten oder Balkon ihr eigen nennen.  An immer mehr öffentlichen Plätzen – Baumscheiben, Grünstreifen neben Gehwegen – finden sich plötzlich Blumen oder Gemüsepflanzen. Diese „wilden“ Beete von Anwohnern mitten in der Stadt werden international auch „Guerilla Gardening“ genannt.

In Deutschland setzt sich allerdings immer mehr der Name „Urban Gardening“ durch. (Ist zwar auch Englisch, aber vielleicht wirkt es dadurch ja moderner…) Wie weit die neue Garten-Welle schon bei uns angekommen ist, zeigen nicht nur zahlreiche Projekte, von denen die Berliner Lokalnachrichten in diesem einige vorstellen werden. Sondern auch ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus: Die Öko-Partei fordert jetzt nämlich einen Beauftragten für Urban Gardening.

Den meisten Berlinern ist das wohl schnurz. Wer etwas pflanzen will, der tut es einfach. An Baumscheiben ist das in Berlin – anders als in anderen Städten – nicht untersagt. Was man allerdings nicht darf: Bänke oder Metallzäune drum rum anbringen. Das ist illegal. Lediglich Begrenzungen aus Kaninchendraht sind zulässig. Außerdem sollte man darauf achten, die Pflanzen genug weit vom Baumstamm zu setzen, um die städtischen Baumkontrolleure nicht bei ihrer Arbeit zu behindern.

Wer sich unsicher ist, was er darf und was nicht, fragt am besten beim Tiefbauamt oder beim Grünflächenamt des betroffenen Bezirks nach. Denn nicht alle Bezirksämter haben die gleichen Vorstellungen.

Wer sich möglichen Ärger mit dem Amt von vornherein ersparen will, der findet sein grünes Glück vielleicht in einem Gemeinschaftsgarten-Projekt. Eines der bekanntesten Beispiele dafür ist der Prinzessinnengarten in Kreuzberg (an der Prinzenstraße beim Moritzplatz). Hier steht das gemeinsame Arbeiten im Mittelpunkt. Wöchentlich finden Gartenarbeitstage statt, zu denen jeder kommen kann. Immer wieder gibt’s zusätzlich Workshops oder Vorträge.

– Infos www.prinzessinnengarten.net

Weniger bekannt, weil noch wesentlich jünger ist das Himmelbeet im Wedding. Die Initiative verbindet Grünes mit Sozialem, deshalb nennt man sich gern selbst einen „interkulturellen Gemeinschaftsgarten“. Im Angebot sind neben regionalem Gemüse zum Selberernten und Pachtbeeten auch Kulturveranstaltungen, Vorträge und Ernährungsworkshops. Für Kitas und Schulen gibt’s ebenfalls spezielle Angebote. Das Himmelbeet liegt in der Ruheplatzstraße 12, in der Nähe des U-Bahnhofs Leopoldplatz.

– Infos: www.himmelbeet.de

Ein ähnliches Projekt findet sich auch in Köpenick. Es heißt Wuhlegarten und liegt nahe der Alten Försterei.

– Infos: www.wuhlegarten.de

Wer lieber ein Stück Acker hat als nur ein Fleckchen gemeinsames Stadt-Beet, der muss mittlerweile auch nicht mehr groß suchen. Mehrere Anbieter verpachten kleine Landparzellen am Stadtrand, meist unter dem Motto „Wir pflanzen, Sie ernten“. Eine umfangreiche Liste von Garten- und Acker-Projekten findet sich auf www.stadtacker.net (mehr als 100 Projekte sind derzeit für Berlin gelistet)

(Artikelfoto: Die grüne Revolution…  – Foto: © joools / fotolia.com)

Wenn Sie einen Rechtschreibfehler gefunden haben, benachrichtigen Sie uns bitte, indem Sie den Text auswählen und drücken Sie dannStrg + Eingabetaste.

Dieser Inhalt ist nur für registrierte Nutzer sichtbar. Wenn Sie sich bereits registriert haben, melden Sie sich bitte an. Neue Nutzer können sich weiter unten registrieren.

Anmelden