Berlin als Modellregion für „Arbeit 4.0“

Die Digitalisierung der Wirtschaft stellt neue Anforderungen an die Aus- und Weiterbildung der Arbeitskräfte. Fachkräfte in der digitalen Wirtschaft von morgen benötigen zusätzliche Kompetenzen und neues Wissen. Dabei geht die Digitalisierung über das bekannte Schlagwort „Industrie 4.0“ weit hinaus und verändert Wirtschaft und Arbeit im Handwerk genauso wie bei Dienstleistungen. 

Die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen hat daher gemeinsam mit der ABB AG das Berliner Modellprojekt „Zusatzqualifikationen Digitale Kompetenzen“ begonnen. Hier werden Auszubildende, Beschäftigte und Ausbilder auf den digitalen Wandel vorbereitet. Das Modellprojekt deckt die Berufsfelder Metall/Elektro, Handwerk und Gesundheit/ Pflege ab. Hier werden aus der Praxis und für die Praxis neue Qualifikationsmodule entwickelt. Anlässlich der Konstituierung des Beirats für das Modellprojekt erklärt Senatorin Dilek Kolat: „Die Pflegekraft wird von Robotern unterstützt, der Installateur muss komplexe Smart-Home-Technik beherrschen, und die Facharbeiterin in der Industrie überwacht komplexe Cyber-Physikalische Systeme. Mit unserem Modellprojekt wollen wir diese Vielfalt abbilden und die Zukunft der Arbeit aus Berlin heraus mitgestalten. Für mich steht der Mensch im Mittelpunkt. Einer unserer Schwerpunkte bei Arbeit 4.0 ist daher die Aus- und Weiterbildung. Mit Zusatzqualifikationen zu bestehenden Berufsausbildungen begegnen wir den neuen Anforderungen, die Beschäftigungsfähigkeit zu erhöhen und gestalten gemeinsam gute Arbeit.“
„ABB nimmt bei der Digitalisierung der Energietechnik und Automatisierung seit vielen Jahren eine führende Rolle ein“, sagt Markus Ochsner, Arbeitsdirektor und CFO Europa von ABB. „Wir sind also bereits ein digitales Unternehmen und arbeiten im Rahmen unserer Next Level Strategie kontinuierlich daran, unser Portfolio an digitalen Produkten, Anwendungen und Services weiter auszubauen.“ Dabei nutzt das Unternehmen sein vorhandenes Fundament – mehr als die Hälfte der Produkte ist schon heute softwarebasiert – um die Digitalisierung der Industrie mit dem ABB-Konzept des Internets of Things, Services and People (IoTSP – Internet der Dinge, Dienstleistungen und Menschen) weiter voranzutreiben.
Die Zusammenarbeit mit ABB nutzt dem Modellprojekt wie auch dem Technologiekonzern. „Mit unserer Kompetenz als digitales Unternehmen können wir einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der Projektziele leisten. Andererseits erhoffe ich Impulse für unsere weitere Personalentwicklung“, so Ochsner. Hinsichtlich Arbeit 4.0 sei ABB-intern bereits einiges auf den Weg gebracht worden, um die Mitarbeiter entsprechend zu qualifizieren und den Kulturwandel zu begleiten. Eine zentrale Rolle in diesem Konzept spielt auch das ABB-Ausbildungszentrum in Berlin. In die Ausbildung dort werden systematisch digitale Elemente integriert.
Das ABB Ausbildungszentrum Berlin gGmbH, ein Tochterunternehmen der ABB AG, und das Beratungsunternehmen k.o.s GmbH setzen das Modellprojekt um. Dem Beirat des Projekts gehören Senatorin Kolat, Markus Ochsner sowie hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und der Sozialpartner an.

 

(Artikelfoto: binary; Foto: © pixabay.de CC0 Public Domain Geralt)

 

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