Bewegung im Streit um Fassadenkunst in Tegel

Nachdem vor einigen Monaten ein umstrittenes Fassadenkunst-Werk in Tegel-Süd für erheblichen Ärger sorgte, kommt nun Bewegung in die Sache. Die für die Wohnhäuser zuständige landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Gewobag räumte nach langem Schweigen ein, dass sie die Diskussionen über das Motiv aufmerksam verfolge und die Ansichten der Mieter ernst nehme. Dass nicht alle Werke eine positive Resonanz erfahren sei bei Kunstwerken wohl üblich.

„Wir freuen uns darüber, dass sich nach monatelanger Funkstille die Gewobag zur Sache äußert und damit endlich auf ihre Mieter zugeht. Hier in Tegel-Süd gibt es einige Missstände. Die Gewobag ignoriert an vielen Stellen die Interessen der eigenen Mieter. Ohne angemessene Information und Rücksprache werden Projekte wie das Fassadenkunstwerk und die auf dem Gelände befindliche Flüchtlingsunterkunft umgesetz, der Sicherheitsdiensts wurde trotz steigender sozialer Spannungen abgeschafft und bei der Asbestumsetzung gibt es erhebliche Probleme mit teilweise unzumutbare Umständen für die betroffenen Mieter. Wir hätten von einer landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft mehr Professionalität und Fingerspitzengefühl erwartet“, ärgert sich Felix Schönebeck von der Kiez-Initiative „I love Tegel“.

Immerhin: In Zukunft sollen größere Vorhaben in der Siedlung wieder besser kommuniziert und mit den Mietern abgestimmt werden. Um die akute Situation zu beruhigen, gab die Gewobag nun bekannt, dass ein Schaukasten die Fassadenbilder des „Artparks Tegel“ künftig erklären wird. Außerdem sei das Kunstwerk lediglich zeitlich befristet. Wie lange die zeitliche Befristung dauert, wollte die Gewobag nicht näher erläutern.

(Artikelfoto:  Mieterinnen und Eltern aus Tegel-Süd mit Felix Schönebeck (r.) vor der umstrittenen Hochhausfassade in der Neheimer Straße, Foto: Matty Hess)

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