Falls es im Urlaub kracht, hilft die „Mallorca-Police“ – aber wie?!

641-07847445 © Masterfile Royalty-Free Model Release: Yes Property Release: Yes Germany, Hesse, Frankfurt, Family sitting in boot of car, preparing for travel
641-07847445 © Masterfile Royalty-Free Model Release: Yes Property Release: Yes Germany, Hesse, Frankfurt, Family sitting in boot of car, preparing for travel

Keine Lust auf stickige Busreisen? Wer im Urlaub lieber auf eigene Faust Küste oder Hinterland erkundet, leiht sich einfach einen Mietwagen. Wenn’s mal kracht, zahlt die Kfz-Haftpflichtversicherung, oder? Schon mal von der sogenannten Mallorca- Police gehört?

Achtung bei Mietwagen-Verträgen

Ein Mietwagen im Urlaub bedeutet zwar Freiheit, dafür kommt man bei den fremden Verkehrsregeln schnell mal ins Schwitzen. Und schon ist es passiert: Auffahrunfall, Auto kaputt und ein gebrochenes Bein beim Unfallgegner. Was jetzt? Die Kfz- Haftpflicht des Leihwagens greift – allerdings ist diese meist recht begrenzt. Und manche vertraglichen Haken fallen einem Laien selbst beim genauen Durchlesen kaum auf. Ist der Schaden dann höher als die oft sehr niedrigen Versicherungssummen, müsste der Urlauber die Differenz eigentlich selbst zahlen.

Schadensübernahme nach deutschen Konditionen

Hier kommt die sogenannte „Mallorca-Police“ ins Spiel: Wer eine solche Sonderleistung in der eigenen Kfz-Haftpflicht oder Privathaftpflicht mitversichert hat, ist in der Regel fein raus. Denn diese schließt die drohende Versicherungslücke. Reicht der Versicherungsschutz des vorübergehend gemieteten Pkw nicht aus, wird in der Regel bis zu der Versicherungssumme aufgestockt, die im jeweiligen heimischen Vertrag festgelegt ist. „Wer im Urlaub mit einem Mietwagen auf Tour ist, sollte deshalb vorab prüfen, ob die Mallorca-Police Teil der eigenen Kfz- oder Privathaftpflicht ist“, raten die Versicherungsexperten der DVAG.

Wo gilt die Mallorca-Police?

Der Geltungsbereich variiert je nach Anbieter: Manche beschränken sich nur auf die EU, bei anderen sind auch Länder wie Marokko oder Tunesien dabei. Deswegen vorher in jedem Fall das Kleingedruckte in den Versicherungsunterlagen lesen oder noch mal beim Berater persönlich nachfragen.

Gut zu wissen: Manche Anbieter versichern auch andere motorisierte Untersätze mit der Mallorca-Police. Besteht eine Kfz-Haftpflichtversicherung zum Beispiel für ein Motorrad oder ein Quad, kann die Mallorca-Police für gemietete Fahrzeuge gelten, die der versicherten Fahrzeugart entsprechen. Auch hier lohnt es sich, vorher einmal nachzufragen.

Bildnachweis: © Masterfile Royalty-Free/DVAG

Wenn Sie einen Rechtschreibfehler gefunden haben, benachrichtigen Sie uns bitte, indem Sie den Text auswählen und drücken Sie dannStrg + Eingabetaste.

Dieser Inhalt ist nur für registrierte Nutzer sichtbar. Wenn Sie sich bereits registriert haben, melden Sie sich bitte an. Neue Nutzer können sich weiter unten registrieren.

Anmelden