Kolumne von David Eckel: Gastronomie von rustikal bis Fine Dining

Ricotta-Schaum mit lauwarmen Ramazotti-Brombeeren, Bitterschokolade mit Meersalz / Foto: ©Fabrik 23
Ricotta-Schaum mit lauwarmen Ramazotti-Brombeeren, Bitterschokolade mit Meersalz / Foto: ©Fabrik 23

Über Berlin lässt sich ja viel behaupten, jedoch nicht, dass es hier langweilig zugehen würde! Das spiegelt sich nicht nur im Stadtbild, sondern vor allem in der gastronomischen Vielfalt wider: Von der klassischen Bratwurst bis hin zum ausgefallenen Lavendel-Lamm ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die sommerlichen Temperaturen locken zudem zu jeder Tages- und Nachtzeit nach draußen. Da ist es umso schöner, wenn sich auch der passende Zeitvertreib an der frischen Luft findet.

Mit der warmen Jahreszeit sprießen in regelmäßigen Abständen bunte Volksfeste aus den Böden der Festplätze, so auch das älteste Familienvolksfest Berlins: Das 117. Schollenfest bildet seit mehr als einem Jahrhundert den Rahmen für das Festwochenende der Wohnungsbaugenossenschaft „Freie Scholle“. Während der Festumzug mit Blaskapelle und in Trachten gewandeten, tanzenden Kindern das ruhige Spandau rund um den Waidmannsluster Damm ordentlich belebt, strömt abwechselnd der Duft von warmem Zucker und rauchiger Grillkohle gemischt mit gebackenem Teig in die Nasen der Zuschauer. Eine Mischung, die glatt als Erfolgsrezept durchgeht, schließlich findet sich neben abenteuerlichen Fahrgeschäften und spannenden Spielen für Klein und Groß auf dem Schollenfest genau jene Kulinarik, die Volksfeste so ausmacht. Ein erfrischender Cocktail und ein leckeres Stück Gebrutzeltes vom Schwenkgrill sind der Inbegriff des Sommergeschmacks – aber auch fruchtige Slushys, knuspriges Knoblauchbrot und Lángos, das mit individuellen Toppings aufwartet, zeichnen die klassische Volksfestküche aus. Gerade die jüngeren Besucher besitzen ja bekanntlich einen sehr süßen Zahn, weshalb sie sich besonders über zuckrige Leckereien wie knisternde Zuckerwatte, buntes Naschwerk und schokolierte Früchte freuen – im Obst stecken sogar noch ein paar Vitamine.

Die kulinarische Vielfalt wird auch im Berliner Wedding gelebt und verbirgt sich hier in der Eventlocation „Fabrik 23“, die nur wenige Meter von den glattsanierten Altbauten entfernt auf dem Areal der historischen „Werkstätten des Nordens“ ihr Zuhause gefunden hat. Flohmarktfunde, Industrierelikte aber auch maßgeschneidertes Interieur hauchen den einst leerstehenden Werk- und Lagerräumen neues Leben ein. Vom rau-industriellen „Werkloft“ bis zum nostalgischen „Mr. Hemingway“ – In sechs unterschiedlich eingerichteten Lofts können die Mieter den ikonischen Hauptstadtlook als Kulisse für private Feste oder Firmenveranstaltungen nutzen. Abgerundet wird das erfolgreiche Eventlocationkonzept seit kurzem von Spitzenkoch Guido Vinci, der unter dem hauseigenen Eventfood-Label Mangiare und Co. alle zwei Monate ein exklusives Fine-Dining-Menü serviert und die Fabrik 23 damit auch erstmals für Gäste außerhalb gebuchter Veranstaltungen öffnet. Der Nachfahre von Leonardo da Vinci ist ebenfalls ein Meister seines Metiers: Mit Leichtigkeit kombiniert er bei den Themenabenden rund um die italienische Küche mediterrane Komponenten mit ausgewählten Zutaten wie Lamm in Lavendel-Marinade oder lauwarme Ramazotti-Brombeeren auf luftigem Ricotta-Mousse. Wer auch einmal in den gleichen kulinarischen Genuss wie Quentin Tarantino, Tom Cruise oder Robert Redford kommen möchte, ist hier definitiv an der richtigen Adresse.

Bildnachweis: ©Fabrik 23

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