Deutscher Pflegepreise in Berlin verliehen

Deutscher Pflegepreis 2019 Karl Laumann
Beim Deutscher Pflegepreis 2019: Karl Laumann, Ulrike Schleich, Leiterin des Stauferklinikums Schwäbisch Gmünd und Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerates (v.l.)

Der Deutsche Pflegepreis 2019 wurde während einer festlichen Gala in fünf Kategorien im Wintergarten Varieté in Berlin verliehen. Die diesjährige Preisträgerin des Deutschen Pflegepreises als Ehrenpreis des Deutschen Pflegerates e.V. (DPR) ist Prof. Dr. Edith Kellnhauser. Mit dem Preis zeichnet der DPR ihren Verdienst um die Professionalisierung der Pflege aus. Das Team von „Klang und Leben“ erhielt für seine engagierte Arbeit mit Demenzkranken die Auszeichnung in der Kategorie „Freund der Pflege“.

Als höchste nationale Auszeichnung in der Pflege würdigt der Deutsche Pflegepreis die Vielfalt des Pflegebereiches in unterschiedlichen Kategorien: Neben dem Ehrenpreis des DPR wurden in den Kategorien „Botschafter“, „Nachwuchs“, „Innovation“ und „Freund der Pflege“ Menschen und Projekte ausgezeichnet, die sich für die Pflege und das Wohl von Pflegenden und Patienten besonders engagieren. Die Preise sind mit einer Gesamtsumme von 18.000 Euro dotiert.

Edith Kellnhauser erhält Pflegepreis

Der Deutsche Pflegepreis des DPR wurde Prof. Dr. Edith Kellnhauser verliehen. Die emeritierte Professorin der Katholischen Hochschule in Mainz, Bundesverdienstkreuzträgerin und Mitglied der Vertreterversammlung der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, wird für ihren bedeutsamen Verdienst für die professionell Pflegenden ausgezeichnet. Mit ihrer Promotionsschrift bereitete Edith Kellnhauser den Weg für Pflegekammern in Deutschland. „Für Edith Kellnhauser ist es von größter Bedeutung, dass die Pflegeberufe eine höhere Anerkennung und Wertschätzung für ihre wertvolle Arbeit erfahren. Dass dies so ist und die Rahmenbedingungen dafür gegeben sind, dafür setzt sich Edith Kellnhauser ihr ganzes Berufsleben ein. Dafür erhebt sie kraftvoll und verbunden mit einem enormen, vor allem auch internationalen Wissensschatz, ihre Stimme und damit hat sie Erfolg. Das zeichnet sie als Frau für die Pflege aus“, betonte Franz Wagner, Präsident des DPR.

Demenzprojekt in Kategorie „Freund der Pflege“ ausgezeichnet

Das Demenzprojekt „Klang und Leben“ erhielt den Deutschen Pflegepreis in der Kategorie „Freund der Pflege“, verliehen von der Schlüterschen Mediengruppe. Die Musiker und Pädagogen Oliver Perau, Graziano Zampolin, Andreas Meyer, Karsten Kniep und Jens Eckhoff sind aktive Mitglieder von „Klang und Leben“. Sie besuchen regelmäßig Senioreneinrichtungen und wecken mit musikalischen Zeitreisen Erinnerungen und fördern Lebensqualität. Lutz Bandte von der Schlüterschen Mediengruppe begründet die Entscheidung so: „Mit Freude und Begeisterung spielen ‚Klang und Leben‘ da auf, wo es am wichtigsten ist – bei den Betroffenen. Wir freuen uns über so viel musikalisches Engagement, das nicht nur den Menschen dabei hilft, einen berührten Nachmittag zu erleben, sondern auch Aufmerksamkeit für die Herausforderungen der Demenzbehandlungen weckt. Das wollen wir mit dem Freundespreis honorieren.“ Schauspielerin Sophie Rosentreter, die den Preis im vergangenen Jahr entgegennehmen durfte, betonte in ihrer Laudatio, „‚Klang und Leben‘ bringen so viel positive Energie in die Pflegeeinrichtungen, die sie besuchen. Wir alle wissen, wie Musik uns zum Fühlen bringt – die durchschlagende Wirkung lässt sich in der Demenzbehandlung auf eine wunderbare Weise nutzen“.

Moderiert wurde der Gala-Abend von ARD-Moderator Sascha Hingst. Zwischen den Verleihungen spielte das Wintergarten Varieté kurze Ausschnitte aus dem aktuellen Programm.

Bei der Preisverleihung im Wintergarten Varieté dabei war natürlich auch Petra Gütte von den Berliner Lokalnachrichten (rechts), gemeinsam mit einer Freundin. ©Deutscher Pflegepreis / Dirk Enters
Bei der Preisverleihung im Wintergarten Varieté dabei war natürlich auch Petra Gütte von den Berliner Lokalnachrichten (rechts), gemeinsam mit einer Freundin. ©Deutscher Pflegepreis / Dirk Enters

Bildnachweis: ©Deutscher Pflegepreis / Dirk Enters

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