Verein Tierschutzhof sucht neue Herrchen und Frauchen

Mischlingsrüde Klaus ist dr älteste der drei und der einzige ohne Erblindung
Auch Mischlingsrüde Klaus sucht ein neues Herrchen oder Frauchen. ©Oliver Numrich

Die Berlinerin Martina Lahmer hat sich 2003 im Ruppiner Land ein Haus gekauft und kümmert sich hier gemeinsam mit einem kleinen Kreis ehrenamtlicher Helfer um 30 Katzen und 20 Hunde. Die meisten Tiere sind alt, behindert oder chronisch krank, so dass sie viel Pflege und Zuwendung benötigen. Da es kein amtliches Tierheim im Landkreis Ostprignitz-Ruppin gibt, wird das private Tierasyl der Tierschützerin häufig in Anspruch genommen.

„Die Vermittlung der Tiere ist nicht einfach“, sagt Lahmer, „wer nimmt schon einen Pflegefall.“ Deshalb sucht sie Haushalte, die einen Hund bis zu endgültigen Vermittlung vorübergehend in Pflege nehmen. Die Kosten für  Arztbesuche und Medikamente sind hoch – Lahmer bezahlt alles aus eigener Tasche und verbraucht dafür fast ihre gesamte Rente. „Mein ganzes Geld, das ich mal fürs Alter zurückgelegt hatte, ist schon drauf gegangen“, sagt Lahmer. Allein die zehn Kilo Futter jeden Tag summieren sich auf 1.000 Euro Futterkosten im Monat, medizinische Behandlungen an die 5.000 Euro pro Jahr.

Martina Lahmer bietet 30 Katzen und 20 Hunden ein Asyl in ihrem Haus
Martina Lahmer bietet 30 Katzen und 20 Hunden ein Asyl in ihrem Haus

Für Futter und Medikamente werden Spenden benötigt

Mitunter erhält Lahmer Anrufe von Menschen aus der Umgebung, die im schroffen Ton verlangen, dass sie einen Hund oder eine Katze annehmen solle. Ein Team aus fünf Leuten kümmert sich um Gassi gehen, Füttern, Saubermachen und das Veröffentlichen von Inseraten, um neue Herrchen und Frauchen zu finden. Die dürfen auch gern aus Berlin kommen – tatsächlich vermittelt Lahmer die meisten Tiere nach Berlin.

Jetzt hat sie den Verein Tierschutzhof e. V. gegründet, wodurch alle Spenden steuerlich absetzbar sind. „Alle bewundern immer das, was ich mache, aber es kommen einfach zu wenig Geldspenden“, klagt Lahmer. Sie wünscht sich mehr Futter- oder Geldspenden und sucht noch dringend nach weiteren Paten für einzelne Tiere, denn ihr gemeinnützige Verein “Tierschutzhof” erhält keinerlei staatliche Zuwendungen und finanziert sich allein durch private Spenden.

„Ich wünsche mir einen bewussteren, vernünftigeren Umgang mit Tieren“, sagt Lahmer, „man muss sich auch über die Verantwortung klar sein, wenn man sich ein Tier anschafft.“ Die Welpen sind immer niedlich und leider oft preiswert zu haben.  Aber wenn sie später mal krank werden und zum Tierarzt müssen, möchten viele Tierhalter sich vor den Kosten drücken, so Lahmer, „Ein Hund sollte als Familienmitglied betrachtet werden, denn er empfindet auch Schmerz und Leid wie in Mensch.“

Mehr Informationen und Spendenkonto unter Tierschutzhof e. V.

Bildnachweis: ©Oliver Numrich

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