Immobilien: Badezimmer beeinflusst Kaufentscheidung

Auf der Berliner Immobilienmesse können sich Interessierte vom 16. und 17. April 2016 über die aktuellen Angebote an Wohnungen und Häusern in Berlin und Umgebung informieren.

Neben der Lage, der Infrastruktur und der Größe des Objektes setzen immer mehr Immobilienkäufer jedoch einen ganz anderen Schwerpunkt: Neun von zehn Deutschen ist das Badezimmer besonders wichtig. Das ergab eine repräsentative GfK-Studie im Auftrag der Sanitärvereinigung Blue Responsibility.

Das Badezimmer ist vielen Wohnungssuchenden sogar so wichtig, dass sie von diesem Raum die Entscheidung für oder gegen eine Wohnung abhängig machen. Das Bad wird nicht mehr als reiner Funktionsraum betrachtet. Vielmehr wird es jetzt als Wohnraum angesehen, indem man sich zurückziehen und entspannen kann. Design und Ausstattung müssen wie in den anderen Zimmern auch zum persönlichen Lebensstil passen. Die GfK-Studie offenbart nicht nur den hohen Stellenwert des Badezimmers bei der Wohnungssuche, sondern auch, welche Kriterien die zukünftigen Nutzer besonders glücklich machen.

Worauf es im Badezimmer ankommt

Die Hälfte der Befragten (50,1 Prozent) wünscht sich viel Platz im Badezimmer. Kleine Nasszellen sind passé. Das modernde Bad muss Raum für Entspannung und Kommunikation bieten. So umfasst die Ausstattung im Bad zunehmend Sitzmöbel und Doppelwaschtische. Veraltete Armaturen, Keramik und Fliesen sind für 58,1 Prozent der Deutschen ein Grund, die Wohnung nicht zu nehmen. Es kommt aber nicht nur auf ein frisches Design an, etwa Fliesen im Naturstein-Look, sondern auch auf Funktionalität. Armaturen, die sich die bevorzugte Wassertemperatur und -durchflussmenge merken, machen die morgendliche Dusche gleich komfortabler. Zudem spielt bei den Armaturen Energieeffizienz eine große Rolle. Ein Badezimmer ohne Badewanne oder separate Dusche lehnen ein Drittel der Befragten ab. Die leidige Frage „Dusche oder Wanne?“ wird zunehmend mit „Bitte beides“ beantwortet. Bei Duschen die Entwicklung hin zu ebenerdigen Lösungen. Hohe Schwellen und Kanten im Bad sind für 33,8 Prozent ein K.O.-Kriterium. Bei Duschen etwa wird die Ebenerdigkeit durch im Boden eingelassene Duschwannen wie hier von Badezimmertotal erreicht. Bequemer in die Badewanne kommt man zum Beispiel durch eine kleine Tür an der Seite.

Auf Ebenerdigkeit im Badezimmer zu achten, ist vorausschauend. In einer eigenen Immobilie wird das Badezimmer durchschnittlich 35 Jahre lang benutzt. Ebenerdigkeit sorgt ein Stück weit für Barrierefreiheit, die vor allem mit zunehmendem Alter wichtig wird. Aber auch jüngere Kinder profitieren von ihr, genauso wie jeder, der das Unfallrisiko im Badezimmer reduzieren möchte. Wer noch mehr Barrierefreiheit wünscht, baut höhenverstellbare Waschbecken und WCs sowie Haltegriffe in sein Bad ein. Das Wichtigste im Badezimmer aber ist Tageslicht. 62,5 Prozent sehen ein fehlendes Fenster im Bad als Ausschlusskriterium.

Artikelfoto: Flickr Contemporary Master Bath Nancy Hugo, CKD CC BY-ND 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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