Lichtmangel im Winter – Was tun?

Nach einem ungewöhnlich milden Herbst sinken die Temperaturen dank Sturmtief „Iwan“ nun vom zweistelligen auf den einstelligen Bereich.

Wenn die Tage noch kälter und dunkler werden, blasen viele Trübsal und bewegen sich kaum noch aus dem Haus. Oft beginnt das saisonal bedingte Stimmungstief schon mit der Zeitumstellung im Herbst: Die innere Uhr läuft nicht mehr im Takt, weil das Licht fehlt. Bereits kleine Veränderungen können jedoch helfen, die Stimmung zu verbessern.

Offenbar passen wir sowohl unsere Gewohnheiten wie auch unsere Stimmung den Jahreszeiten an. Früher war das sinnvoll, denn im Winter wurde das Nahrungsangebot draußen knapp und die Umweltbedingungen legten es nahe, sich in eine Höhle zurückzuziehen. Warum man heute nicht mehr auf Sparflamme schalten sollte, bis es wieder hell und warm wird, verraten diese Tipps.

Bewegung

Auch wenn es schwer fällt, seine Gewohnheiten abzulegen – wenn man sich erst überwunden hat, nicht auf dem heimischen Sofa zu bleiben und haufenweise Süßigkeiten zu naschen, geht es den meisten Menschen besser. Denn Bewegung fördert nachweislich die Gesundheit und das Wohlbefinden. Schon eine halbe Stunde moderate Bewegung pro Tag reicht, heißt es in einer Leitlinie der Weltgesundheitsorganisation. Dass man in einer Großstadt lebt, sollte einen also nicht davon abhalten, einen Ausflug in die Natur oder in der Mittagspause einen kleinen Spaziergang zu machen. Bevor man sich aber eine Grippe einfängt, sollte man sich auf jeden Fall in eine warme Jacke einmummeln. Outddorspezialisten wie Wellensteyn, North Face und Jack Wolfskin bieten hier eigentlich immer das passende, wenn auch nicht immer ganz preiswerte Accessoires.

Licht

Wer das Tageslicht meidet, geht das Risiko ein, ernsthaft zu erkranken – immer mehr jüngere Menschen leiden an der so genannten SAD, einer saisonal bedingten Depression. Bei der SAD liegt ein Mangel an Gehirnbotenstoffen wie Serotonin, Noradrenalin und Dopamin vor, während das Schlafhormon Melatonin vermehrt ausgeschüttet wird. Die Ursache dafür ist der Lichtmangel in der dunklen Jahreszeit. Menschen, die unter SAD leiden, wird häufig empfohlen, im Winter in südlichere Länder zu reisen, um Sonne zu tanken oder sich einer Lichttherapie zu unterziehen. In Skandinavien versuchen die Menschen auch mit Tageslichtlampen gegen die Dunkelheit anzukämpfen: In der Stadt Umeå, 500 Kilometer nördlich von Stockholm, werden mit dem künstlichen Licht sogar Bushaltestellen angestrahlt.

Farben

Wer nicht an SAD erkrankt, sondern nur etwas müde und antriebslos ist, kann dem auch in Form von Lebensmitteln mit einem hohen Gehalt an Vitamin D entgegenwirken. Dazu zählen bspw. Lachs, Eier, Avocados und Pilze. Normalerweise bildet die Haut nämlich mithilfe der Sonne Vitamin D in der Haut, was sich u. a. positiv auf unsere Stimmung auswirkt. Im Winter steht die Sonne in Deutschland jedoch nicht hoch genug am Himmel, um uns mit den nötigen UVB-Strahlen zu versorgen. Zudem beeinflusst die Wohnungseinrichtung die Laune: Leuchtende Farben und Blumen können schön kleine Wunder bewirken. Von Solarien raten Experten hingegen ab, da die Gefahr für Hautschäden zu groß ist.

 

(Artikelfoto: Flickr Winter auf dem Landwehrkanal onnola CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten)

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