Nachhaltige Mode: Einer der Schwerpunkte der Berlin Fashion Week 2019

Kleiderstange mit vielen T-Shirts in Weiß
Kleiderstange mit vielen T-Shirts in Weiß, Gelb und Rot. Bildrechte: Flickr clothes Kai Schreiber CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Auch in der Modewelt ist das Thema Nachhaltigkeit angekommen. Das ist auf der Berlin Fashion Week deutlich zu spüren. Sustainable Fashion ist nicht nur ein Schwerpunktthema in diesem Jahr, sondern hat mit NEONYT auch eine eigene Plattform, die sich ganz dem Thema verschrieben hat. Besonderes Augenmerk soll diesmal auf das Thema „Wasser“ und seine Verwendung in der Textilindustrie gelegt werden.

Der genauere Blick zeigt, dass nachhaltige Mode sehr vieles sein kann: Von dem Bemühen, Giftstoffe bei der Herstellung zu vermeiden – wofür sich Greenpeace mit seiner Detox-Kampagne einsetzt -, über die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie bis zu Mode aus recycelten Materialien. Auf der Fashion Week findet vieles Raum und die Veranstalter setzen sich auch dafür ein, dass die gesamte Messe grüner wird. Catering mit Ökoprodukten, die Vermeidung von Plastikmüll und das Einsparen von Papier sind nur einige Ansätze, die dieses Jahr umgesetzt werden.

Dass die Bemühungen um ein stärkeres Bewusstsein für Mensch und Umwelt in der Mode nicht isoliert stehen müssen, sondern es immer um ganzheitliche Ansätze geht, beweist die NEONYT Fashion Show. Sowohl bei der Auswahl der Runway-Looks als auch bei der Durchführung des Events wird auf Nachhaltigkeit geachtet. Auch beim zweiten Schwerpunkt der diesjährigen Messe – Fashion & Technology – wird dem Umweltgedanken Rechnung getragen. Das Konferenzformat #FASHIONTECH bietet Raum, um über die Verbindung von Digitalem und Nachhaltigkeit in der Modewelt zu diskutieren.

Erfunden hat die Berlin Fashion Week das Thema Nachhaltigkeit und Fairness in der Mode selbstverständlich nicht. Beispielswiese gibt es bereits seit 2013 den Fashion Revolution Day, der inzwischen zu einer Fashion Revolution Week geworden ist und dieses Jahr im April stattgefunden hat. Dabei soll mit verschiedenen Aktionen auf die Macht der Konsumenten in der Modebranche und die Missstände in der Textilindustrie aufmerksam gemacht werden.

Dass der Trend zu nachhaltiger Mode aus der Hauptstadt auch nach der Berlin Fashion Week aktuell bleibt, dafür spricht einiges. Fernab der Laufstege und Messehallen arbeiten junge Kreative seit Jahren daran, Berlin zur Metropole der umweltverträglichen Kleidung zu machen. Sei es durch das Entwerfen neuer Trendteile aus Altkleidung, Mode aus Stoffresten großer Produktionen oder das Führen eines gut sortierten Second-Hand-Ladens. Hinzu kommen immer mehr Geschäfte, die teilweise oder ausschließlich eine fair produzierte, umweltfreundliche Mode im Sortiment haben.

Als Konsument Teil der grünen Modebewegung zu sein ist also gar nicht schwer, auch wenn man kein Mode-Insider ist und die Fashion Week nicht besucht. Hier findet sich eine Liste mit Berliner Geschäften, die nachhaltige Mode anbieten.

 

Bildrechte: Flickr clothes Kai Schreiber CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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