Berlin stadtverträglich bereisen: Tipps für Umweltbewusste

Die Mehrheit der Berliner ist dem Tourismus gegenüber positiv eingestellt. Wie können Berlinbesucher ihren Aufenthalt nachhaltig und stadtverträglich gestalten, damit das so bleibt?

Sich der Kehrseite des Massentourismus bewusst werden

Der Tourismus ist nicht nur ein wichtiger Wirtschaftszweig in der Hauptstadt, die steigende Zahl an Besuchern verändert auch den Stadtraum. Der Lärm der Partynächte und der Müll am Straßenrand werden zunehmend zum Problem. Der Berliner Senat unternimmt nun Schritte für einen nachhaltigeren und stadtverträglicheren Tourismus in der Metropole. Die verschiedenen Maßnahmen aus dem Tourismuskonzept 2018+ sollen die Akzeptanz des Tourismus bei den Berlinern erhöhen und dazu beitragen, dass Besucher einen noch schöneren Aufenthalt in der Spreemetropole haben. Verschiedene Projekte haben zum Ziel, die stark frequentierten Kieze zu entlasten und bisher weitgehend unentdeckte, aber dennoch sehenswerte Orte stärker ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken.

Rent a bike

Viele Hauptstadtbewohner würden es unterstreichen: Um in Berlin schnell von A nach B zu kommen, ist kein Auto nötig. Dafür sorgt ein dichtes Nahverkehrsnetz, das bei Tag wie bei Nacht keine Wünsche offenlässt. Auch Radwege werden laufend ausgebaut und verbessert, aktuell auf der Karl-Marx-Allee. Die meisten Sehenswürdigkeiten lassen sich auf einer Stadttour problemlos anfahren. Fahrräder zum Ausleihen gibt es wie Sand am Meer, und auch die Mietstationen von Bikesharing-Anbietern wie Lidl und Nextbike sind quer über die Stadt verteilt. Die Leihräder können nach einer kurzen Registrierung genutzt werden.

Für weniger Müll sorgen

Gerade im Sommer sind die Parks voll mit Menschen, die ihr Späti-Bier und Essen mitbringen. Der „To-go“-Trend führt aber nicht nur zu einem enormen Ressourcenverbrauch wegen des vielen Verpackungsmaterials, sondern verursacht auch ein riesiges Müllproblem. Jeder Einzelne kann etwas dagegen tun, indem er sich dafür entscheidet, zum Beispiel seinen Kaffee to go aus einem mitgebrachten Mehrwegbecher statt aus dem Pappbecher zu trinken, auf Plastiktüten zu verzichten und seinen Müll im Abfalleimer zu entsorgen.

Umweltbewusst wohnen

Auch die gewählte Unterkunft ist für die Ökobilanz jedes einzelnen Touristen von Bedeutung. Mit einer nicht ganz zentral gelegenen Unterkunft tragen Berlinbesucher zur Entzerrung des Tourismus in den Kiezen bei. Tolle Ferienwohnungen gibt es nicht nur im Stadtkern Berlins, sondern auch etwas außerhalb, aber dennoch in tollen Lagen. Hier wohnt man wie ein Local und ist dank des guten Verkehrsnetzes bei Bedarf dennoch schnell im Zentrum.

Bio-Gastronomie genießen

Die Gastronomie in Berlin bietet eine riesige Vielfalt an guten Restaurants mit gesunder Bio-Küche. Vegetarier und Veganer kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Fans von Fair-Trade-Kaffee aus kleinen Röstereien und Leckereien aus lokalen Eismanufakturen. Für das legendäre Florida-Eiscafé lohnt sich auch ein Ausflug nach Spandau. Etwas zentraler gelegen und mindestens genauso populär ist die Eisdiele „Fräulein Frost“ in Neukölln. In der Markthalle Neun in Kreuzberg finden Gourmets regional angebaute Lebensmittel auf dem Wochenmarkt (freitags 12-18 Uhr, famstags 10-18 Uhr) und kulinarische Delikatessen aus der ganzen Welt beim Street Food Markt jeden Donnerstag (17-22 Uhr).

 

Artikelfoto: © pixabay.com / CC0 Public Domain /surdumihail

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