Berlin verzichtet ab 2030 auf fossile Energie

Die Heizung ist einer der wesentlichen Energieverbräuche. Bildnachweis: CC0 via pixabay.com
Die Heizung ist einer der wesentlichen Energieverbräuche. Bildnachweis: CC0 via pixabay.com

Die Stadt Berlin möchte bis zum Jahr 2030 aus der Kohleenergie aussteigen. Bis zu diesem Datum sollen drei Kraftwerke vom Netz genommen werden, die bis dato noch mit Steinkohle betrieben werden. So soll langfristig auf das schädliche Kohlendioxid verzichtet werden, das in die Luft austritt, wenn fossile Brennstoffe verwendet werden. Auch Verbraucher können bereits jetzt ihr Heizverhalten anpassen und dadurch nicht nur Geld sparen, sondern auch die Umwelt etwas entlasten.

Verbraucher können bereits heute etwas tun

Bereits kleine Maßnahmen wie das regelmäßige Entlüften der Heizung können Energie sparen und der Umwelt dadurch etwas Gutes tun. Das schont auch den Geldbeutel. Wer beispielsweise in der Nacht seine Heizung runterschaltet, kann auf diese Weise bis zu 30 % Heizkosten sparen.

Auch sollten Verbraucher über größere Maßnahmen wie Heizungsmodernisierungen nachdenken. Laut Thermondo können z. B. mit einer Brennwerttherme so ebenso bis zu 30 % Energie eingespart werden. Die Vorteile der Brennwerttherme sind unter anderem, dass die Brennwerttechnik den zugeführten Kraftstoff fast vollständig nutzt und für die meisten Verbraucher erschwinglich ist.

Reuter West: das größte Heizkraftwerk in Berlin

Besonders im Winter laufen die Turbinen von Berlins größtem Heizkraftwerk auf Hochtouren. Angetrieben werden sie von Wasserdampf, der durch die Verbrennung von Steinkohle unter den großen Kesseln entsteht. Bereits 1987 ging die Anlage in Betrieb. Nun hat diese Technik bereits einige Jahre auf dem Buckel und nur noch eine Restlaufzeit von wenigen Jahren. Spätestens im Jahr 2030 soll das Kraftwerk außer Betrieb genommen werden.

4500 t Steinkohle an einem Tag

Reuter West verbraucht an einem Wintertag ca. 4500 t Steinkohle, die täglich ins Werk einrollt. Das Heizkraftwerk erhält seine Lieferung über das Wasser oder über den eigenen Bahnanschluss. Anschließend mahlen große Mühlen das schwarze Gold zu Staub, welcher in die Kessel geblasen wird, um dort verheizt zu werden.

Dabei entsteht ein Gemisch aus Schadstoffen, das gefiltert in die Luft geblasen wird. Reuter West gilt als der größte Luftverschmutzer Berlins. Das Kraftwerk in Spandau hat so im Jahr 2016 um die 2,5 Millionen t gefährliches Kohlendioxid ausgestoßen. Zusätzlich kommen 50 t Feinstaub hinzu. Des Weiteren werden auch Schwermetalle wie Quecksilber, Nickel und Arsen in die Luft abgegeben.

Kohlenenergie ist ein Auslaufmodell

Das Heizkraftwerk und dessen Betreiber Vattenfall sind sich bewusst, dass es keine Zukunft für die Kohleenergie gibt. Deswegen arbeiten die Betreiber an Möglichkeiten, Fernwärme auf anderem Wege an die Bürgerinnen und Bürger zu bringen.

So sollen beispielsweise Solarthermie, Geothermie und Wärmespeicher als neue Energie-Quellen infrage kommen. Auch soll die Abwärme der Industrie ein großes Potenzial darstellen. Des Weiteren sollen Wärme durch Wind und Sonne in das Fernwärmesystem eingespeist werden. Auf diese Weise soll Energie gespart und die Umwelt entlastet werden.

Bildnachweis: CC0 via pixabay.com

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