Anarchische Komödie mit Außerirdischem – wir verlosen Karten für „Hase, Hase“

Katharina Thalbach_ Florian Rast _Alexandra Broneske ©Franziska_Strauss

„Hase Hase“ ist eine Hommage an die Familie und eine Komödie im besten Sinne: amüsant, verrückt, und – gesellschaftlich und politisch aktueller denn je. Geschrieben hat das Stück die Französin Coline Serreau, die in den1980er Jahren mit dem Film „Drei Männer und ein Baby“ einen weltweitenKinoerfolg hatte. Immer wieder widmete sich die Autorin dem ThemaFamilie, so auch in „Hase Hase“. Für ihre erste deutsche Regiearbeit holte sie die große Theaterfamilie ihres langjährigen Lebensgefährten, des Ausnahme-Regisseurs Benno Besson, der 1992 an ebendiesem Theaterschon einmal „Hase Hase“ inszenierte, auf die Bühne. Damals wie heute spielt Katharina Thalbach Hase, ein Sonntagskind, das mit zwei großen Vorderzähnen zur Welt kam und Kontakt zu Außerirdischen pflegt. Thalbachs Tochter Anna sowie ihre Enkelin Nellie gehören ebenso zum Ensemble wie beispielsweise Pierre und Philippe Besson sowie Johanna Schall.

Hases kleines Glück

Im Zentrum der anarchischen Komödie stehen die Hases: Herr und Frau Hase können endlich etwas aufatmen. Drei ihrer fünf Kinder sind aus dem Haus: Sohn Jeannot hat eine gut bezahlte Stelle bei der EU, Tochter Marie ist verheiratet und ihre Schwester Lucie will auch heiraten. Papa Hase wird bald eine ordentliche Rente bekommen, der älteste Sohn Bébert ist dabei, sein Medizinstudium abzuschließen und der Jüngste, Hase, ist ein Mathegenie. Dass er Kontakt zu Außerirdischen hat, ahnt niemand.

Das kleine Glück der Hases währt nicht lang, denn in der Anderthalb- Zimmer-Wohnung suchen nach und nach alle Kinder wieder Unterschlupf, so dass sie aus allen Nähten zu platzen droht. Doch trotz der Enge und der Bedrohungen von außen hält die kleine Gemeinschaft fest zusammen und Mama Hase steuert das Schiff mit fester Hand durch den Orkan, besorgt Matratzen, kocht für die ganze Bagage, wimmelt Gerichtsvollzieher und Polizisten ab und findet auch noch Platz für die einsame Nachbarin, Madame Duperri.

„Hase Hase“ am Schiller Theater

Manch ein Berliner erinnert sich noch an Benno Bessons legendäre Regiearbeit „Hase Hase“. 1992 inszenierte er das Stück seiner Lebensgefährtin, Coline Serreau, am Schiller Theater. Sie hatte bereits 1986 bei der Uraufführung in Genf und ein Jahr später in Paris die Hauptrolle der Mutter übernommen. In Berlin spielte Ursula Karusseit, Bessons ehemalige Lebensgefährtin, diese Rolle. Katharina Thalbach, die Tochter Benno Bessons, überzeugte damals als Hase. Bessons Inszenierung über eine ganz besondere Familie wurde ein sensationeller Erfolg und stand bis zur Schließung des Schiller Theaters im Jahr 1993 auf dem Spielplan.

vorne Katharina Thalbach_von li_Johanna Schall_Nellie Thalbach_Anna Thalbach_Markus Völlenklee_Pierre Besson_Raphael Dwinger_Marek Helsner (c) Franziska Strauss
vorne Katharina Thalbach_von li_Johanna Schall_Nellie Thalbach_Anna Thalbach_Markus Völlenklee_Pierre Besson_Raphael Dwinger_Marek Helsner (c) Franziska Strauss

Nach 26 Jahren zeigt nun die Komödie am Kurfürstendamm „Hase Hase“noch einmal im Schiller Theater. Diesmal übernimmt Coline Serreau die Inszenierung selbst und hat den Text aktualisiert.
Ihre Inszenierung wird im wahrsten Sinne des Wortes eine Familienangelegenheit, führt sie doch die Mitglieder einer großen Theaterfamilie zusammen: Auf der Bühne stehen vier Kinder ihres langjährigen Lebensgefährten Benno Besson: der gemeinsame Sohn Nathanaël sowie dessen Halbbrüder Philippe und Pierre Besson.

Letzterer übernimmt die Rolle der Mutter. Die älteste Tochter Bessons, Katharina Thalbach, steht wieder als Hase auf der Bühne, „als alter Hase“, wie sie vorkurzem in einem Interview sagte. Deren Tochter Anna und Enkelin Nellie spielen in dem Stück Geschwister. Und dann sind da noch die vielen Wahlverwandten: Johanna Schall, die Enkelin Bertolt Brechts, mit dem Benno Besson eng zusammengearbeitet hat, übernimmt die Rolle der Nachbarin Madame Duperri. Deren Schwester, Jenny Schall, entwirft die Kostüme. Markus Völlenklee, der schon 1992 in Bessons Inszenierung auf der Bühne stand und danach immer wieder mit Katharina Thalbach zusammengearbeitet hat, gehört ebenfalls zum Ensemble. Momme Röhrbein, der ebenfalls auf eine langjährige Zusammenarbeit mit Katharina Thalbach zurückblicken kann, hat das Bühnenbild entworfen.

HASE HASE – Wiederaufnahme am 18. September 2019 bis 29. September 2019
Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater
Karten ab 18 € unter 030/88 59 11 88 und unter www.komoedie-berlin.de

Verlosung

Die Berliner Lokalnachrichten verlosen 3×2 Karten für die Vorstellung am 19. September, 20:00 Uhr, in der Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater. Zur Teilnahme geben Sie bitte im Textfeld das Stichwort „Hase, Hase“ an. Eine Teilnahme per E-Mail ist nicht möglich. Einsendeschluss ist der 13. September 2019.

Rechtsweg und Auszahlung sind ausgeschlossen. Die Teilnehmerdaten werden ausschließlich für die Durchführung der Verlosung verwendet. Bildrechte: ©Franziska Strauss

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