Ben Beckers Inszenierung „Affe“ stellt die existentiellen Fragen nach der menschlichen Natur

Ben Becker AFFE ©Petra Gütte

Im Tierpark stellte sich Ben Becker den Fragen der Journalisten zu seinem neuen Stück AFFE, das nun am 18. Februar im Admiralspalast Premiere hat.

Nach dem überwältigenden Erfolg von „Ich, Judas“, in dem Ben Becker seit 2015 eine einzigartige Performance in stets ausverkauften Häusern bietet, folgt nun das neue, eindrucksvolle Programm des Ausnahme-Schauspielers. Die Menschwerdung des Affen ist eine Geschichte des Fortschritts – und eine beispiellose Geschichte der Zerstörung. Die Beherrschung der Natur durch Wissenschaft und Technik, die mit dem aufrechten Gang und der Herrschaft über das Feuer begann, führt uns zu einer rücksichtslosen Ausbeutung aller Ressourcen.

Mit „Affe“ (Regie & Schauspiel: Ben Becker) stellt sich Ben Becker den großen Themen unserer Zeit: dem Verhältnis Mensch und Tier, Zivilisation und Natur, Freiheit und (Selbst-)Zerstörung. Auf den Spuren der Frage, wo kommen wir her, wo gehen wir hin, führt Becker uns zurück zu den Gedanken von Engels und Kafka und wagt den Versuch die menschliche Hybris und Überheblichkeit zu
ergründen; die Ursachen aller menschengemachten Katastrophen. Auf dieser Suche begegnen wir, mit einem schonungslosen Blick, uns selbst, als einer Gattung, die ihre eigenen Ursprünge vergessen hat.

Becker geht mit „Affe“ dahin, wo es existentiell wird – wie zuletzt in „Ich, Judas“, seinem Sensationserfolg mit weit mehr als 150.000 begeisterten Zuschauern. Eine „Offenbarung“, hieß es in den sich überschlagenden Pressestimmen, die durchweg die Ausnahmestellung von Ben Becker unterstreichen. Nicht nur als charismatischem Schauspieler, sondern als einem Kämpfer für seine Figur und Sache, einem Drahtseilakteur, der die Schallmauer durchbricht vom Spiel zum Sein.

Auf das Thema Verrat und Schuld folgt nun die existentielle Frage nach der menschlichen Natur. Niemand geringerer als Franz Kafka hat mit seinem Affenmenschen-Monolog „Bericht für eine Akademie“ diesen Riss zwischen Natur und Zivilisation, Ursprung und Fortschritt spürbar gemacht: anhand eines für Hagenbecks Tierpark gefangenen Affen, genannt „Rotpeter“, der schmerzhaft lernen musste, was es heißt, ein Mensch zu werden. Nun soll der Affe Rechenschaft ablegen über sein „äffisches Vorleben“. Doch das Martyrium seiner Anpassung an die vermeintliche Krone der Schöpfung stellt viele Wert- und Vorurteile auf den Kopf. Wo Wissenschaftler ihre Augenbrauen heben, ringt und redet Rotpeter um sein Leben. Wo von der „Freiheit des Menschen“ die Rede ist, sucht er verzweifelt nach einem Ausweg.

Diese Grenzziehung behandelt Friedrich Engels in seinem Fragment „Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen“. Diesen zweiten Text zieht Becker als Folie für seine Figur und die Geschichte unserer Naturentfremdung heran, um deutlich zu machen, dass für jeden Fortschritt ein hoher Preis gezahlt werden muss, der sich am Ende zu dem summiert, was wir heute erleben: Hunger, Artensterben, Klimawandel, Kapitalismus, Flucht – auf einem unbewohnbaren Planeten.

Die Premiere findet vom 18. bis 20. Februar 2020 im Admiralspalast Berlin statt.

Ben Becker vor dem Affenkäfig / Bildnachweis: ©pegü

Verlosung

Wir verlosen 1 x 2 Karten für die Show am 17. Februar 2020 und 2 x 2 Karten für die Show am 19. Februar 2020. Zur Teilnahme geben Sie bitte im Textfeld das Stichwort „Affe“ an. Eine Teilnahme per E-Mail ist nicht möglich. Einsendeschluss ist der 16. Februar 2020.

Rechtsweg und Auszahlung sind ausgeschlossen. Die Teilnehmerdaten werden ausschließlich für die Durchführung der Verlosung verwendet. Bildrechte: ©Petra Gütte

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