Neuer Grünzug an der Südpanke eröffnet – Panke verläuft wieder oberirdisch

Mit der Eröffnung des Grünzugs an der Südpanke durch Regine Günther, Senatorin für Umwelt Verkehr und Klimaschutz, Sabine Weißler, Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Umwelt, Natur, Straßen und Grünflächen im Bezirk Mitte, sowie Christoph Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Grün Berlin Stiftung, ist in Berlin Mitte ein weiterer, rund 2,9 Hektar großer, Grünraum direkt am Wasser entstanden.

Mit dem Abschluss des zweiten und letzten Bauabschnitts des Projekts verläuft die Südpanke nun zwischen Chausseestraße und Habersaathstraße auf insgesamt ca. 700 Metern wieder oberirdisch durch naturnahe Grünflächen. Im nun fertiggestellten 2. Bauabschnitt wurden davon 390 m freigelegt. Während eine steinerne Uferkante auf der einen Seite des Flusses zum Sitzen einlädt, sind auf der anderen Uferseite sonnenreiche Spiel- und Liegewiesen mit ausreichend Platz für Freizeit und Erholung entstanden. Ein neuer Kleinkindspielplatz sowie ein Kletterwald bieten ein zusätzliches Angebot für Familien. Für Radfahrer und Fußgänger wurde eine, durchgehende Verbindung vom Invalidenpark im Süden zum Südpankepark im Norden geschaffen.

Mit der Offenlegung der in der Vergangenheit unterirdisch in Rohren geführten Südpanke werden auch Klimaresilienz und Biodiversität gestärkt: Der neu entstandene Wasserabschnitt kühlt zukünftig das Mikroklima in der dicht bebauten Mitte und dient darüber hinaus Pflanzen und Tieren als Rückzugsort. Die Uferböschungen sind naturnah gestaltet und bieten somit Nahrung und Lebensraum für Insekten. Die an das Grundstück des Bundesnachrichtendienstes grenzenden Böschungen und Wiesenflächen bieten zudem ein Habitat für Wildbienen.

Nach einem Entwurf des Berliner Büros bbzl ergänzt der Grünzug zwischen Chausseestraße und Habersaathstraße den Invalidenpark im Süden und den Grünzug an der Südpanke im Norden zu einer zusammenhängenden Abfolge von Grünräumen. Er wird so zu einem Teil der 20 grünen Hauptwege Berlins. Für den Wasserbau war das Büro Grigoleit (Berlin) zuständig. Für die Umsetzung der Maßnahmen hat die gemeinnützige Grün Berlin Stiftung für das Land Berlin die Bauherrenfunktion für den Bereich Landschaftsbau übernommen. Für den Wasserbau war die Abteilung V der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz zuständig.

Die Baukosten für das gesamte Projekt beliefen sich auf sagenhafte 9,85 Mio. Euro – bestehend aus 2,9 Mio. Euro für den Landschaftsbau und 6,95 Mio. Euro für den Wasserbau. Finanziert wurde das Projekt aus Ausgleichs- und Ersatzmitteln, größtenteils für den Bau des Bundesnachrichtendiensts, sowie aus Landesmitteln – allesamt also Steuergelder, die die geschröpften Bürger aufbringen müssen.

Bildnachweis:© Manuel Frauendorf

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