Note „sehr gut“ für Berliner Badegewässer und aktuelle Infos übers netzt

Die Berliner Badegewässer erhalten mit der Zeugnisausgabe die Note “ Sehr Gut“ – zur Freude aller Ferienkinder. Wenn es heute Ferien gibt – und wer unter heimischer Sonne in die Fluten springt, kann sich über beste Badewasserqualität freuen. Und über eine neue Web-Anwendung, die noch viel einfacher über die Qualität ihrer Badestelle informiert.

In keiner anderen Millionenstadt gibt es derart viele und vielfältige Möglichkeiten zum Baden an natürlichen Gewässern wie in Berlin. Alle Gewässer an den 39 offiziellen Badestellen sind zum Baden geeignet. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) lässt alle 14 Tage die Qualität der Berliner Badegewässer überprüfen. Aufgrund der besonderen Verschmutzungsrisiken durch die Zuflüsse von Spree und Havel aus dem Berliner Stadtgebiet finden in der Unterhavel weiterhin verdichtete Untersuchungsreihen im wöchentlichen Rhythmus statt. „Hierbei steht neben dem Badespaß auch der Gesundheitsschutz der Berliner Bevölkerung in unserem besonderen Fokus“, so Franz Allert, Präsident des LAGeSo.

Pünktlich zum Ferienstart geht eine Web-Anwendung an den Start, mit der sich die Berlinerinnen und Berliner künftig auch mobil über die Badegewässerqualität informieren können. Das Besondere: Für Badestellen an Flüssen, die durch Mischwasserüberläufe bei Starkregen beeinflusst werden, enthält diese Anwendung Prognosen, die zeigen, wann wieder gebadet werden kann. Ermöglicht wird dies durch das Forschungsprojekt FLUSSHYGIENE.

Nicolas Zimmer, Vorstandsvorsitzender der TSB und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung des KWB: „Alles wird digital, auch das Wassermanagement. Die Badeapp ist ein anschauliches Beispiel. Es ist gut, dass Berlin mit dem Kompetenzzentrum Wasser eine Forschungseinrichtung hat, die die Chancen der Digitalisierung aufgreift und daraus innovative Projekte entwickelt, die das Leben in Berlin unkomplizierter machen.“

Entwickelt wurde das Prognosetool im Rahmen des Forschungsprojektes FLUSSHYGIENE, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und vom Kompetenzzentrum Wasser geleitet wird. Die Berliner Wasserbetriebe, das Kompetenzzentrum Wasser und die Technologiestiftung Berlin haben gemeinsam die Ergebnisse in eine für die Bürgerinnen und Bürger nutzbare Anwendung übersetzt. Die Technologiestiftung griff für die Umsetzung auch auf Daten zurück, die öffentlich zugänglich sind, und zeigt so den Nutzen der Berliner Open Data-Strategie.

Über die jeweilige Badestelle und die hygienische Beurteilung der Badegewässerqualität können jederzeit Informationen abgerufen werden über:

  • die neue Webanwendung www.badegewaesser-berlin.de
  • den Internetauftritt des LAGeSo
  • den rbb- Videotext, Seiten 657 Übersicht, 658+659 Badestellen
  • Info-Tafeln an den Badestellen

 Aber Achtung:
In der Spree, in den Kanälen, in der Havel von der Insel Eiswerder bis zum Pichelsdorfer Gmünd, einschließlich der seenartigen Erweiterungen bis Höhe Schildhorn, in den Häfen, an Brücken, in Schleusen, an Schiffsanlegestellen, sowie an Fähren ist das Baden aus Sicherheitsgründen immer verboten.

 (Artikelfoto: Badevergnügen, Foto: BA tinadefortunata – Fotolia)

 

 

 

 

 

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