Panreligiöse Erklärung kritisiert den Christlichen Rat von Korea

Ven. Hyewon Bildnachweis: HWPL Berlin
Ven. Hyewon Bildnachweis: HWPL Berlin

Aktuell wird dem Vorsitzenden des Christlichen Rates von Korea (CCK), Kwang-hoon Jun, vorgeworfen, für Hassreden und verfassungsfeindliche Aktivitäten verantwortlich zu sein. Aus diesem Anlass fand am 28. Dezember eine Veranstaltung statt, die von der Christlichen Föderation zur Korruptionsbekämpfung organisiert und vom Panreligiösen Verein gesponsert wurde. Hierbei versammelten sich ca. 50 südkoreanische Religionsführer, um eine gemeinsame Erklärung über die Zustände des CCK abzugeben.

Der CCK zählt zu den größten christlichen Allianzen in Südkorea, die 69 Konfessionen und 20 Organisationen umfasst. Ihre Mitgliederzahl beträgt insgesamt rund 12 Millionen.

In der Erklärung verkündigen die Religionsführer, dass die Aussagen des Vorsitzenden Jun soziale Konflikte und Spaltungen hervorrufen würden. Dies bezieht sich insbesondere auf die folgenden Äußerungen Juns: „Gott, wenn du dich mit mir anlegst, werde ich dich umbringen.“, „Der Islam und die Homosexualität sind Krankheiten“ und „Frauen sprechen die Worte Satans.“ Es kam zu weiteren Aussagen, die u.a. als Diskriminierungen gegen Frauen und den Buddhismus eingestuft werden.

Darüber hinaus wird Jun dafür kritisiert, dass er im Oktober 2019 eine Demonstration gegen die Regierung veranstaltet hat, bei der dem koreanischen Präsidenten Moon Jae-In vorgeworfen wurde, ein Spion aus Nordkorea zu sein, der das Ziel habe, Südkorea „in den Ruin zu treiben“. Diese Handlung Juns widerspreche insbesondere dem in der Verfassung verankerten Grundsatz der Trennung von Kirche und Staat.

Laut Massimo Introvigne, einem italienischen Soziologen, würden die Aktivitäten des Christlichen Rates von Korea Besorgnis hervorrufen, da diese zu religiöser Intoleranz und Radikalismus führen würden. Außerdem betonte die südkoreanische Vertreterin des Buddhistischen Weltgipfels, Ven. Hyewon, dass Jun sich durch seine antistaatlichen, antisozialen und antireligiösen Bemerkungen selbst zu einem Staatsfeind machen würde.

Bildnachweis: Collage ©HWPL Berlin

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