Tee oder Kaffee? Serien oder Filme? BSR läßt Raucher mit Kippen abstimmen

BSR BSR Kippen Abstimmungsautomat und Kaugummitafel / Bildnachweis: @BSR
BSR Abstimmungsautomat und Kaugummitafel / Bildnachweis: @BSR

Die Berliner Stadtreinigung (BSR) wir immer einfallsreicher: Erst brachte sie witzige Sammelbehälter für ausgediente Kaugummis heraus, bei denen der Benutzer seine Kaumasse auf eine Tafel mit Comicfiguren klebt. Jetzt hat sie einen Test mit so genannten Abstimmungs­behältern für Zigarettenkippen gestartet.

Hierfür wurden in dieser Woche insgesamt 30 Behälter im Stadtgebiet installiert. Die Standorte befinden sich an Stellen, die häufig durch achtlos weggeschnippte Zigarettenkippen verunreinigt werden – zum Beispiel vor U- und S-Bahnhöfen, an Bushaltestellen oder in Einkaufsstraßen.

Mit den Abstimmungs­behältern möchte die BSR Raucherinnen und Raucher motivieren, ihre Kippe nicht auf den Boden zu werfen, sondern mit dieser an einer Abstimmung teilzunehmen. Dazu wurden unterschiedliche Fragen entworfen, die auf den Behältern zu sehen sind und die in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden (Beispiel: „Was schaust du lieber?“ → „Filme“ oder „Serien“). Der Test ist auf eine Dauer von drei Monaten angelegt.

Abstimmungsbehälter ergänzen Aschenbecher der Straßenpapierkörbe

Von den insgesamt 30 Abstimmungsbehältern sind 25 Behälter vom Typ „Ballot Bin“ aus London und 5 Behälter vom Typ „Kippster“ aus Stuttgart. Der „Ballot Bin“ (Maße: 550 x 350 x 90 mm) verfügt über eine rechteckige Form und wird nach vorne entleert. Der „Kippster“ (Maße: 550 x 200 x 140 mm) hat röhrenartige Formen und wird – wie ein Straßenpapier­korb – nach unten geleert.

Beide Abstimmungsbehälter sind per Schlauchschelle an Pfosten oder Laternen angebracht. Sie bestehen aus robustem Edelstahl und bruchsicherem Spezialglas.

Die Abstimmungsbehälter sind als Ergänzung für die Zigaretteneinwurfschächte der rund 25.000 Straßenpapierkörbe gedacht. Übergeordnetes Ziel dabei ist, die Stadtsauberkeit zu erhöhen und zugleich die Umwelt zu schützen. Deshalb sollen einige Abstimmungsfragen die Bürgerinnen und Bürger auch dafür sensibilisieren, welchen ökologischen Schaden achtlos weggeworfene Zigarettenkippen anrichten können (Beispiel: „Wusstest du, dass eine weggeworfene Kippe bis zu 60 Liter Wasser verschmutzt?“ → „Ja“ oder „Nein“).

Raucher können originelle, polarisierende Fragen beantworten

Mit den Kippen-Barometern können Raucher über Fragen abstimmen wie „Was ist mein Berliner Fußballverein?“, „Darf Ananas auf die Pizza?“ oder „Bevorzugen Sie Kaffee oder Tee zum Frühstück?“.

Die Behälter stehen zum Beispiel am U-Bahnhof Friedrichstraße (Ecke Georgenstraße), am S-Bahnhof Tempelhof und am Boxhagener Platz.

 

Bildnachweis:@BSR

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