Wenn das Hobby zum Beruf wird

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Ob Mode, Beauty, Reisen, Musik, Gesundheit oder Technik – zu jedem Thema gibt es in Deutschland Hunderte Blogs.

Dort berichten Blogger über alles, was sie bewegt und lassen ihre Leser an ihrer Leidenschaft teilhaben. Was als Hobby begann, wurde für viele bereits zum Arbeitsalltag. Vor allem in Berlin sind einige Blogger ansässig, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben.

Berlins erfolgreiche Blogger

In Berlin gibt es einige Paradebeispiele für erfolgreiche Blogger. So zum Beispiel Maria Astor, die als Masha Sedgewick auf ihrem gleichnamigen Blog über Mode schreibt und jeden Sonntag ihre ganze persönliche Sicht auf die Welt mit ihren Lesern teilt. Sie kann mittlerweile vom Schreiben leben und ist auf fast jeder Fashion-Week präsent, ob New York, Mailand, Paris oder Berlin. Ihren Lebensunterhalt verdient sie hauptsächlich durch Werbung auf ihrem Blog. Editorials machen den Großteil ihrer Einnahmen aus, das heißt sie wird für das Bewerben eines Produkts oder Events bezahlt, wie sie dem Tagesspiegel erzählte.

Doch nicht nur Modeblogger verdienen mit ihrem einstigen Hobby Geld. Der in Berlin lebende Herausgeber des Blogs electru.de schreibt nicht nur über Mode, sondern widmet sich vor allem popkulturellen Themen, wie Fotografie, Design, Musik und Reisen – ein sogenannter Lifestyle Blog, der sich mit den schönen Dingen des Lebens beschäftigt. Doch die beiden Berliner Blogger gehören zum kleinen Kreis derer, die tatsächlich von ihrem Hobby leben können.

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Wie verdienen Blogger Geld?

Aktuell etablieren sich jeden Tag neue Blogs rund um die Themen Mode und Lifestyle, aber nur 5% der Modeblogger verdienen laut Statista.de im Monat zwischen 2000 und 5000 Euro im Gegensatz zu 48%, die entweder gar nichts oder maximal 500 Euro einnehmen. Wie kommen also Berufsblogger auf ihr monatliches Gehalt? Blogger können zum einen Bannerwerbung auf ihrem Blog platzieren und erhalten dafür Geld von den jeweiligen Unternehmen. Weitere Einnahmen kommen über die bereits angesprochenen Editorials und Affiliate-Links. Dabei erhalten Blogger pro Klick auf den Link entweder einen festgelegten Cent-Betrag oder, sollte der Leser nach dem Klick etwas auf der Seite gekauft haben, einen prozentualen Anteil des Verkaufspreises. Einige Blogger werden außerdem als Gast-Journalisten, Gast-Redner oder Social Media Manager eingestellt.

Doch neben den ganzen Möglichkeiten Geld zu verdienen, sollte nicht in Vergessenheit geraten, dass Blogger auch hohe Ausgaben haben, um ihren Blog professionell betreiben zu können. Schon allein Fixkosten für Laptop, Smartphone, Internetflatrate und Fahrtkosten machen einen Großteil der Ausgaben aus. Der Blog braucht zudem eine eigene Domain, die man bei Anbietern, wie bspw. 1&1, Strato oder All Ink günstig erwerben kann. Modeblogger müssen außerdem häufig einen Profi-Fotografen engagieren, der ihre Outfits fotografiert und die Bilder im Nachhinein noch bearbeitet. Bei Bloggern, die sich selbst um ihre Fotos kümmern, kommt eine Fotoausrüstung dazu. Wenn Produkte ins rechte Licht gerückt werden sollen, sind ebenso Requisiten und wechselnde Deko nötig. Doch hier tröstet die Tatsache, dass das Hobby zum Beruf geworden ist.

(Artikelfoto: © pixabay.com / CC0 Public Domain /kaboompics )

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