Freischnittarbeiten entlang der „Heidekrautbahn“ zwischen Wensickendorf und Zehlendorf

Die SolWo Gruppe hat der Niederbarnimer Eisenbahn-AG (NEB) in einer gemeinsamen Vereinbarung angeboten, die Reaktivierung eines ersten 4,5 Kilometer langen Streckenabschnitts der „Heidekrautbahn“ von Wensickendorf bis zum Oranienburger Ortsteil Zehlendorf durch die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie zu unterstützen. Die NEB hat zugesagt, auf Basis der Ergebnisse dieser Studie gemeinsam mit der SolWo Gruppe um eine finanzielle Unterstützung der weiteren notwendigen planerischen und investiven Maßnahmen bei anliegenden Kommunen und dem Land Brandenburg zu werben. Dabei wird die Reaktivierung des Streckenabschnitts und die Wiederaufnahme des regulären Zugverkehrs angestrebt. Einzelheiten zur beabsichtigten Wiederbelebung des stillgelegten Streckenabschnitts werden im Rahmen des 2. Funkamtsfests am 8. August im Oranienburger Ortsteil Zehlendorf der Öffentlichkeit vorgestellt.

Hintergrund der Unterstützungsvereinbarung ist eine Grundstücksentwicklung der SolWo Gruppe und der DLE Deutsche Landentwicklung Holding AG auf dem Gelände des ehemaligen Funkamts im Oranienburger Ortsteil Zehlendorf. Der geplante „Green Solution Campus“ wird Ökologie, Ökonomie und Soziales miteinander vereinen. Für eine umweltfreundliche und nachhaltige Anbindung des zukünftigen Standorts wird eine Reaktivierung des Streckenabschnitts Richtung Liebenwalde zunächst bis Zehlendorf mit der Errichtung eines neuen Haltepunktes im Ort angestrebt.

Senol Ince, Geschäftsführer der SolWo Gruppe: „Wir freuen uns, dass die NEB unsere Initiative zur Erarbeitung der Machbarkeitsstudie positiv begleitet. Durch die Inbetriebnahme eines neuen Haltepunktes gewinnt sowohl der zukünftige „Green Solution Campus“ in Zehlendorf als auch die Niederbarnimer Eisenbahn an Attraktivität. Gleichzeitig ist die Einbindung ökologisch nachhaltiger Mobilität ein wichtiger Baustein im Konzept unserer Planung.“

Detlef Bröcker, Vorstand der Niederbarnimer Eisenbahn-AG: „Wir begrüßen das Engagement der SolWo Gruppe im Hinblick auf eine beabsichtigte Wiederinbetriebnahme des stillgelegten Streckenabschnitts bis Zehlendorf. Dieses unterstützt und stärkt auch unsere Zielvorstellung, den gesamten Abschnitt der Heidekrautbahn bis Liebenwalde wieder dauerhaft für einen modernen Schienennahverkehr auszubauen und in Betrieb zu nehmen.“

Im Zuge einer schon beauftragten Machbarkeitsstudie finden aktuell Freischnittarbeiten entlang des stillgelegten Streckenabschnittes statt. Diese Arbeiten sind die Voraussetzung dafür, die planungsbegleitende Bestandsvermessung durchzuführen und ein Baugrundgutachten zu erstellen. Im Zentrum der Machbarkeitsstudie steht die Darstellung aller eisenbahnbautechnischen Maßnahmen für eine vollständige Erneuerung des 4,5 Kilometer langen Streckenabschnittes und dessen Verkehrsanlagen wie Bahnsteige und Bahnübergänge. Einer vorläufigen Schätzung zufolge werden die Kosten für die Reaktivierung des Streckenabschnitts etwa 12 Mio. Euro betragen.

Bildnachweis: CC0 via pixabay.com

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