Unterwasser-Konzert im Liquidrom: Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin bringt Uraufführung / Wir verlosen 4 Tageskarten

Unterwasser-Konzert im Liquidrom mit dem RSB / Bildnachweis: @Liquidrom Berlin
Unterwasser-Konzert im Liquidrom mit dem RSB / Bildnachweis: @Liquidrom Berlin

Am 17. Januar 2020 um 20 Uhr spielt das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) unter der Leitung seines Chefdirigenten Vladimir Jurowski Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 4 und begrüßt hierfür die Sopranistin Katharina Konradi im Konzerthaus Berlin. Zudem erklingt mit „да исправится / gebetsraum mit nachtwache“ eine Uraufführung von Marko Nikodijević, der in der Saison 2019/2020 Composer in Residence des RSB ist.

Das Konzert wird am 12. Februar 2020 um 19 Uhr unter dem Motto „Schallwellen zum Treibenlassen – Liquid Sound“ im Liquidrom übertragen und kann dort in den salzhaltigen Klangbecken der Kuppelhalle unter Wasser gehört werden. Zugang erhalten Gäste mit Thermen-Tickets für das Liquidrom.

In seinen Kompositionen verwendet Marko Nikodijević meist bereits vorhandenes musikalisches Material, minimalistisch reduziert, sowie ein einfaches und strenges kompositorisches Prinzip. Dem ersten Teil dieses Werkes, „да исправится молитва моя“ (lat. Schreibweise: da ispravitsja molitva moja), liegt die Vertonung des 141. Psalms (Verse 2 und 3, Lutherbibel) zugrunde: „Mein Gebet möge vor dir gelten als ein Räucheropfer, das Aufheben meiner Hände als ein Abendopfer. Erhöre mich, Herr.“ Der zweite Teil des Titels, „gebetsraum mit nachtwache“, ist sowohl im übertragenen als auch im wörtlichen Sinne zu verstehen. Nacht und Dunkelheit sind wiederkehrende Themen in der Musik des serbischen Komponisten. Inspiriert von elektronischer Musik sind seine Werke oftmals ein Erkunden akustischer Räume. Hierbei verwendet er Raumklangeigenschaften wie Hall, Resonanz und Echo als „Orchestrierungsbauprinzip“, als Schaffung eines neuen, oft kirchenähnlichen Halls und Raumtiefe. Diese Komposition ist in tiefer Zuneigung Vladimir Jurowski gewidmet.

Vladimir Jurowski, Foto © Simon Pauly

Gustav Mahlers 4. Sinfonie hält mit dem paradiesischen Jenseits Zwiesprache. Das Werk gehört zu den sogenannten „Wunderhorn-Sinfonien“, da Mahler Texte aus der Volksliedsammlung „Des Knaben Wunderhorn“ vertonte. Im letzten Satz erklingt „Das himmlische Leben“. Hierfür hat das RSB erstmals die in Bischkek geborene Katharina Konradi zu Gast, die erste aus Kirgistan stammende Sopranistin im Lied-, Konzert- und Opernfach weltweit.

Marko Nikodijević ist in der Spielzeit 2019/2020 Composer in Residence des RSB. 2013 erhielt er einen der drei Komponisten-Förderpreise der Ernst von Siemens Musikstiftung und 2014 wurde er mit dem Deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie Nachwuchsförderung ausgezeichnet. „Seit ich 2014 zum ersten Mal mit Vladimir Jurowski in Brüssel und London gearbeitet habe, wollte ich unbedingt ein Werk für ihn schreiben und es mit ihm zur Uraufführung bringen“, sagt Marko Nikodijević, „Ich bin sehr glücklich, dass wir das Projekt mit dem RSB realisieren können, das ich bereits in einigen Konzerten hören konnte und sehr schätze.“

Verlosung

Die Berliner Lokalnachrichten verlosen 4 Tageskarten für das Liquidrom, die auch für das Konzert einsetzbar sind. Zur Teilnahme geben Sie bitte im Textfeld das Stichwort „Liquidrom“ an. Eine Teilnahme per E-Mail ist nicht möglich. Einsendeschluss ist der 8. Februar 2020.

Rechtsweg und Auszahlung sind ausgeschlossen. Die Teilnehmerdaten werden ausschließlich für die Durchführung der Verlosung verwendet. Bildrechte: @Liquidrom Berlin / Vladimir Jurowski, Foto © Simon Pauly

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