Alexanderplatz: Street-Art-Projekt „Wir sind Europa“ geht in nächste Runde

AgeAge Entstehungsprozess Journey Europe / Bildrechte: Street Art Berlin

Auf dem Berliner Alexanderplatz verwandeln Street-Art-Künstler derzeit einen rund 240 Meter langen Bauzaun in eine Leinwand für ihre Arbeiten und schaffen damit eines der größten Street-Art-Kunstwerke der Stadt. Initiator des Projektes „A – FENCE“ ist das europäische Immobilienunternehmen Covivio, das auf dem Grundstück neben dem Hotel Park Inn, das ebenfalls zum Unternehmensportfolio gehört, ein Hochhaus plant. Der Projektname „A – FENCE“ kombiniert das „A“ von Alexanderplatz mit dem englischsprachigen Wort „fence“, zu Deutsch Zaun. Über einen Zeitraum von insgesamt zwei Jahren werden verschiedene temporäre Kunstnutzungen den Bauzaun bespielen, der zu Beginn des Kunstprojekts noch rund 160 Meter betrug und nun auf ca. 240 Meter Kunstfläche ausgedehnt wurde.

Aktuell sind es der Berliner Street-Art-Künstler Age Age und das Urban-Concept-Art-Künstlerduo RON MILLER, die je eine Hälfte des Zaunes gestalten und sich auf kreative Weise mit dem Thema „Wir sind Europa“ auseinandersetzen. Kuratiert wird die aktuelle Phase des Kunstprojekts von Dr. Diana Marossek, Geschäftsführerin der Agentur Street Art Berlin. „Wir freuen uns über die kreative Umsetzung des Mottos ‚Wir sind Europa‘ durch die Künstler Age Age und RON MILLER. Der europäische Gedanke passt nicht nur ideal zum Alexanderplatz und zur Erlebbarkeit dieses Ortes, sondern auch zum europäischen Selbstverständnis der Covivio Gruppe“, sagt Marcus Bartenstein, Co-CEO Covivio Deutschland. „Im Rahmen des ‚One building, one piece of art‘-Programms des französischen Kulturministeriums verbinden wir mit jeder neu entwickelten Immobilie den Erwerb eines zeitgenössischen Kunstwerks und so die Unterstützung lokaler Künstler. Diese Idee bringen wir nun auch verstärkt nach Deutschland.“

Künstler & Kuration

Hannes Höhlig / Age Age
Der gebürtige Berliner Age Age alias Hannes Höhlig konzentriert sich in seinen Arbeiten auf die Komplexität des Lebens. Durch die Konstruktion einer fantastischen, überwältigenden Maschinerie, die aus einer Vielzahl verwobener Elemente und Symbolen besteht, will er einen Sichtwechsel des Publikums auf seine Motive erreichen. „Mich inspirieren die Natur, die Mythen vergangener Kulturen und zeitgenössische, politische Themen. Europa ist mir sehr wichtig, weil ich den kulturellen Austausch auch für meine künstlerische Arbeit brauche und schätze“, so Age Age.

RON MILLER
Urbane Konzeptkunst aus Berlin: Dahinter verbergen sich Marcus Klüh und Ronny Kindt. Das multidisziplinär arbeitende Künstlerduo folgt seiner ganz eigenen Ästhetik und einem Stil aus Paste-Ups, Collagen, Tags sowie einer speziellen Lack- und Pinseltechnik und arbeitet stets mit einem Markenzeichen, dem immer wiederkehrenden Motiv einer Geisha. Das Thema „Europa“ verarbeiten RON MILLER im aktuellen Projekt, in dem das Duo am Alexanderplatz zehn europäische Heldinnen porträtiert – darunter einige Überraschungen. „Was wir sehen, laden wir mit unseren Botschaften auf. Mit Herz und Gefühl zeigen wir euch unsere Version vom Alltag. Ob wir damit die Welt verbessern? Wir machen sie auf jeden Fall ein Stück ästhetischer“, so RON MILLER.

Dr. Diana Marossek
Seit über zehn Jahren ist Dr. Diana Marossek mit ihrem eigenen Unternehmen Street Art Berlin aktiv, einer ursprünglichen Dokumentationsplattform, die zur Vermittlungsagentur für künstlerische Auftragsarbeiten ausgebaut wurde. Heute kuratiert und veranstaltet sie mit ihrem Team lokale, nationale und internationale Ausstellungen, organisiert Veranstaltungen und berät Sammler und Museen beim Aufbau, der Entwicklung oder Erweiterung ihrer Street-Art-Sammlungen.

Das Hochhausprojekt

Als Eigentümer des großen Baugrundstücks am Alexanderplatz, auf dem sich auch das Hotel Park Inn befindet, entwickelt Covivio ein Mixed-Used-Projekt am Alexanderplatz, das Arbeiten, Wohnen und Leben an diesem belebten Platz im Herzen von Berlin vereinen wird. Auf einer Gesamtfläche von rund 60.000 Quadratmetern entstehen Raumkonzepte für Büroflächen, Flex-Offices, Co-Working-Spaces, Einzelhandel, Gastronomiebereiche, Wohnungen, eine Kita sowie ein „Garden-Club“ mit Terrasse. Leitmotiv dieser Projektentwicklung ist der Community-Gedanke, der sich unter anderem in großzügigen Gemeinschaftsflächen manifestieren wird.

Im August 2019 startete die erste Phase von „A – FENCE“ mit dem Künstler Reka One alias James Reka, kuratiert durch die Kunst- und Kulturmanagerin Yasha Young.
Weitere Informationen unter www.a-fence.eu

Bildrechte: Street Art Berlin

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