Newsletter im Handwerk: Das unterschätzte Werkzeug

Newsletter sind nur etwas für Verkaufsbetriebe? So denken immer noch viele Handwerksbetriebe und verzichten damit auf eine gute Chance zur Kommunikation. In Berlin waren im vergangenen Jahr laut der Handwerkskammer der Bundeshauptstadt mehr als 30.000 Handwerksbetriebe registriert. Das bedeutet: Die Konkurrenz ist groß und bekanntlich schläft sie nicht.

Sowohl bei der Akquise von Neukunden als auch bei der Pflege von Bestandskunden sind Newsletter eine große Hilfe. Betriebe, die wenige zeitliche und personelle Ressourcen für Marketing haben, brauchen auf dieses Werkzeug nicht zu verzichten. Tools, mit denen sich automatisch Newsletter erstellen lassen, reduzieren den Arbeitsaufwand für diese Marketingmaßnahme nämlich auf ein Minimum.

So führt ein Newsletter zum Erfolg

Allerdings gibt es bei Newslettern ein paar Dinge im Vorfeld zu beachten. Da sind zum einen die rechtlichen Aspekte: Interessenten müssen nämlich die Möglichkeit haben, sich auf der Homepage des Betriebes oder über eine Ankündigung per Mail für den Newsletter anzumelden der Newsletter darf keinesfalls unaufgefordert zugesandt werden. Danach bekommen sie einen Bestätigungslink zugeschickt, den sie aktiv anklicken müssen. Übrigens ist es sinnvoll, die Anmeldungen zu archivieren – das hilft bei Rechtsunsicherheiten.

Im zweiten Schritt sollte sich der Handwerksbetrieb überlegen, was er mit dem Newsletter erreichen möchte: Generell mehr Bekanntheit? Gewinnung neuer Kunden? Es ist wichtig, die Ziele zu definieren, damit man die Adressaten auch richtig anspricht. Übrigens kann man mit dem Newsletter durchaus auch einmal ganz neue Wege gehen und beispielsweise einen Azubi suchen. Nach diesen herrscht in Berlin derzeit eine hohe Nachfrage.

Nicht personalisierte Newsletter landen allerdings in vielen Fällen ungelesen im Papierkorb. Deshalb sollte der Newsletter den Adressaten immer namentlich ansprechen. Es lohnt sich auch, viel Sorgfalt auf die Betreffzeile zu verwenden: Sie sollte kurz und knackig formuliert und möglichst nicht länger als 40 Zeichen sein. Zweck der Betreffzeile ist es, neugierig auf den Inhalt des Newsletters zu machen.

Präzise formulieren

Auch im Fließtext gilt es, knapp und präzise zu formulieren. Starke, aktive Verben und kurze Sätze lesen sich online wesentlich besser als lange Schachtelsätze und geschraubte Passivkonstruktionen. Ebenfalls verzichten sollte man auf Begriffe wie kostenlos oder kein Spam. Der Grund: Moderne Spam-Programme prüfen nicht nur die Betreffzeile, sondern auch den Lauftext und befördern Newsletter mit diesen Begriffen gleich in den Spam-Ordner.

Von Vorteil sind wiederum Formulierungen, die den Leser in den Fokus rücken und nicht den Absender. Aus diesem Grund sollte man auf Personalpronomen wie ich oder wir verzichten. Statt unsere Leistungen sollte es also besser heißen: ihr Vorteil durch maßgeschneiderte Leistungen. Auch Fachchinesisch hat in einem Newsletter nichts verloren. Man sollte immer davon ausgehen, dass ein potenzieller Kunde bestimmte Fachbegriffe nicht kennt.

Die wichtigste Stelle in einem Newsletter ist die sogenannte Call-to-Action, also die Handlungsaufforderung. Sie bringt den Leser mittels eines Links oder Buttons beispielsweise auf die Webseite des Handwerksbetriebes. Im besten Fall führt sie zu einer Sonderaktion. Da können Handwerksbetriebe zum Beispiel Schnuppertage für mögliche Auszubildende anbieten.

Am Ende des Newsletters steht der sogenannte Footer. Hier ist die ideale Stelle, um Ansprechpartner und Telefonnummern zu platzieren. Wichtig ist, dass diese stimmen. Es ntzt einem potenziellen Bewerber für einen Ausbildungsplatz als Mechaniker nämlich nichts, wenn die angegebene Telefonnummer in den Showroom des Autohauses führt. Der Footer ist ebenso dafür da, weitere Informationen zu platzieren, Auszeichnungen und Gütesiegel zum Beispiel. Darüber hinaus muss er auch die Mglichkeit beinhalten, sich vom Newsletter wieder abzumelden.

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