Ein offenes Ohr ist wichtig in einer Lebenskrise

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Hunderte Facebook-Kontakte, dutzende Follower auf Twitter, das Smartphone klingelt ununterbrochen – doch wenn es drauf ankommt, gibt es niemanden, der einem mit Rat und Tat zur Seite steht!

In Zeiten der digitalen Vernetzung verwechseln viele wahre Freundschaften mit oberflächlichen Bekanntschaften und bleiben in der Not allein. Doch auch Freunde fühlen sich in ihrer Ratgeberfunktion oft überfordert. Dabei ist es gerade in schwierigen Zeiten wichtig, mit seinem Kummer nicht allein zu bleiben und sich an jemanden vertrauensvoll wenden zu können.

Die meisten haben erlebt, wie wichtig Hilfe in schwierigen Lebenslagen ist. Gerade wenn man sich im Alltag, gegenüber Ämtern und Gerichten, im Beruf oder bei zwischenmenschlichen Beziehungsproblemen hilflos fühlt. Oft ziehen sich Menschen mit ihren Problemen zurück, wollen sie auf eigene Faust lösen oder trauen sich schlichtweg nicht, über sie zu sprechen. Schon bald sehen sie sich in einer Zwickmühle gefangen und können dem Teufelskreis aus Grübeln und Leiden nicht mehr allein entkommen. Ein chronisches, psychisch-seelisches Leiden ist häufig die Folge.

Unterstützung aktiv suchen

Nicht immer bietet das persönliche Umfeld die geeigneten Zuhörer, die entweder einfach nur ein offenes Ohr haben oder gar praktische Wege aus der Krise heraus parat haben. Nicht nur einsamen Menschen fehlt in den entscheidenden Krisensituationen die nötige Unterstützung. Freunde und Familie fühlen sich oft ebenso schnell überfragt und ratlos. In solchen Fällen sollten sich Menschen in Lebenskrisen per Eigeninitiative professionelle Unterstützung und Hilfe suchen. Manche Menschen fühlen sich bei spirituellen Lebensberatern, die man zum Beispiel auch online bei Viversum findet, in guten Händen. In Berlin gibt es außerdem einige vertrauensvolle Anlaufstellen speziell für hilfebedürftige Menschen in kritischen Lebenslagen. Die Kontaktdaten der Krisendienste sind auf der Internetseite des Familienportals von Berlin.de aufgelistet. Dort findet man u. a. einen Krisendienst für Kinder und Jugendliche, eine Schwangerschaftsberatung, eine Anlaufstelle bei Missbrauch oder für Frauen in Not.

Keine falsche Scham

Ob Kinder, Jugendliche, oder Erwachsene: Menschen jeden Alters können Hilfe brauchen. Dabei sollte man nicht befürchten, die eigenen Sorgen wären im Vergleich zur Not anderer Menschen weniger wichtig. Oft ist die Scham das größte Hindernis bei der Bewältigung von Krisen. Das Zögern führt nur zu Selbstvorwürfen und löst nicht das Problem. Der Leidensdruck kann bei jeder Person unterschiedlich ausgeprägt sein. Jeder geht unterschiedlich mit Schwierigkeiten um. Die einen empfinden ein Problem als wenig belastend, andere dafür umso mehr. Das Zögern führt nur zu Selbstvorwürfen und löst nicht das Problem.

(Artikelfoto: Flickr Swallowed In The Sea KellyB. CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten)

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