Kolumne von David Eckel: Die Corona-Krise macht Berliner Unternehmen kreativ

Die Corona-Krise schränkt unseren Alltag stark ein: das Mittagessen im Lieblingsrestaurant, ein Sundowner in der Strandbar, ein Bummel durch die Shopping-Center der Stadt – vieles, was früher alltäglich war, ist nun nicht mehr möglich. Um wirtschaftlich zu überleben, werden Gastronomen und Unternehmen deshalb immer kreativer: Wenn die Kunden nicht ins Restaurant gehen dürfen, kommt das Restaurant eben zum Kunden. So bieten zahlreiche Anbieter inzwischen einen Lieferdienst für ihre Gerichte an. Egal ob Bibimbap, Burger oder Bulgur – mit wenigen Klicks online oder per Telefon kann man sich durch die bunte Palette der Berliner Gastro-Szene bestellen. Auch für die passenden Drinks ist gesorgt: Denn die Bar in a Jar, die Stairs Bar und die Thelonious Bar bringen ihre Cocktail-Kreationen bis nach Hause. Wer sein Lieblingslokal ohne aktuellen Hunger unterstützen möchte, kann das über die Initiative helfen.berlin. Dort bieten über 100 verschiedene Gastronomen Gutscheine an, die nach der Pandemie eingelöst werden können – hoffentlich.

Auch das traditionelle Bäckerhandwerk hat auf digital umgestellt, wie zum Beispiel der Innungsbäcker Johann Mayer. Er versorgt seine Kunden in der Krise per Lieferdienst weiterhin mit köstlichen Backwaren. Da die Deutschen Innungsbäcker auf regionale Zutaten setzen, sind die Lieferwege kurz und die Versorgung bleibt gesichert. Für Spaß und Abwechslung auf dem Teller sorgen dabei kreative Torten in Form des mittlerweile symbolträchtigen Toilettenpapiers oder Emoji-Kekse mit Mundschutz.

Aber nicht nur Berlins Gastro-Szene versucht mit Kreativität durch die Corona-Krise zu kommen. So hat die Gewerbesiedlungs-Gesellschaft Berlin ein Helfer-Netzwerk für ihre Mieter aufgebaut. Auf der Online-Plattform können sie sich in Zukunft austauschen und gegenseitig unterstützen. Eine Reinigungsfirma hatte beispielsweise Probleme bei der Beschaffung von Desinfektionsmitteln und konnte daher ihren Betrieb nicht aufrechterhalten. Über das Netzwerk wurde ein Bierbrauer gefunden, der nun Reinigungs- und Desinfektionsmittel herstellt – eine Win-Win-Situation für beide Unternehmen, die dadurch auch in der Krisenzeit weiterarbeiten können. Mit dem Netzwerk ist die GSG Berlin auch Teil der Berlinweiten Kampagne „Beyond Crisis“, die Ideen für die Zeit danach sammelt – wir Berliner halten eben zusammen!

Bildnachweis: CC0 via pixabay.com

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