Kolumne von David Eckel: Festliche Menüs zu Ostern

Am Karfreitag endet traditionell die Fastenzeit. Um das zu feiern, wird das Fasten traditionell mit einem Festtagsessen gebrochen. Oft wird dann ein besonderes Restaurant für ein großes Familientreffen oder zum Brunchen ausgesucht. Aber in Zeiten von Corona ist ein Festessen mit den Liebsten daheim eine tolle Alternative – nicht nur kulinarisch sondern auch als gemeinsame Aktivität.

Fisch und Gemüse stehen zu Ostern meist ganz oben auf der Speisekarte, deshalb fällt die Entscheidung in diesem Jahr auf knusprigen Rotbarsch, serviert mit saftigem Ofengemüse und erfrischendem Minz-Dip. Die geschälten Möhren und rote Bete aus dem Ofen bekommen durch eine Marinade aus Salz, Olivenöl und pikantes Harissa einen orientalischen Twist, der durch den minzigen Joghurt-Dip mit Zitrone abgerundet wird. Mit Salz und Pfeffer gewürzt, kommen die Rotbarsch-Filets nach sechs Minuten gleichmäßig angebraten aus der Pfanne und werden auf dem Gemüsebett mit einem Klacks des Minz-Dips sowie gerösteten Sonnenblumenkernen angerichtet.

Die Kinder freuen sich besonders auf den Nachtisch, der dieses Mal als Münsterländer Spezialität daherkommt: Die süßen Struwen erinnern etwas an Kaiserschmarrn und darin liegt wohl auch ihr Erfolgsrezept. Ergänzt werden die kleinen Küchlein noch um fruchtige Sultaninen. Als Garnitur kommt gesiebter Puderzucker und saure Johannisbeer-Konfitüre hinzu, das zählt an Ostern ausnahmsweise als Obst und enthält bestimmt ein paar Vitamine.

Am Ostersamstag wandelt es sich besonders gut auf den Spuren Goethes und ein Osterspaziergang bietet sich bei den lauen Temperaturen geradezu an, um „des Frühlings holden, belebenden Blick“ selbst genauer unter die Lupe nehmen zu können. Es wäre umso schöner, würde sich ein Osterhase blicken lassen, deshalb lohnt sich ein Schlenker in das Europa-Center, schließlich wartet hier ab dem 4. April ein ganz besonderes Exemplar: Ein roter, fünf Meter großer Osterhase schmückt hier den Platz neben der Uhr der fließenden Zeit und bildet die richtige Kulisse für österliche Fotogrüße an Familie und Freunde.

Für den Ostersonntag fällt die Entscheidung für das Festtagsmenü ganz klassisch auf Lamm. Auch hier spielt die Zubereitung eine entscheidende Rolle, wenn es um die Abgrenzung zum herkömmlichen Braten geht. Die Füllung der gerollten Lammkeule besteht in diesem Fall aus selbstgemachtem Pistazien-Bärlauch-Pesto, in einem Fond aus frischem Gemüse und Weißwein gart das zarte Fleisch so mit viel Geschmack. Währenddessen brät knackiger grüner Spargel mit fruchtigen Kirschtomaten in der Pfanne, die gemeinsam mit der in Scheiben geschnittenen Lammkeule auf einem Nest aus Bandnudeln drapiert eine frühlingshaftes Ostergericht ergeben.

Zum Anstoßen eignet sich ein milder Grauburgunder – Prost!

Ihr David Eckel

Bildnachweis: CC0 via pixabay.com

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