Fünf Vorteile einer rein pflanzlichen Ernährung

Vieles spricht für eine pflanzliche Ernährung: Während einige Menschen aus gesundheitlichen Gründen zu rein pflanzlichen Lebensmitteln greifen, sind andere vor allem ethisch oder ökologisch motiviert. Die wichtigsten Vorteile einer pflanzlichen Ernährung stellen wir hier vor.

1. Höhere Nährstoffdichte

Bei der Umstellung von einer Mischkost auf eine pflanzliche Ernährung werden Fleisch und andere tierische Produkte durch vegane Alternativen ersetzt. Dementsprechend nehmen einige Lebensmittel nun einen höheren Stellenwert in der täglichen Ernährung ein: Im Falle einer vollwertigen pflanzlichen Ernährung sind das beispielsweise Obst und Gemüse sowie pflanzliche Proteine in Form von Vollkornprodukten, Bohnen, Erbsen, Nüssen und Samen. Diese Nahrungsmittel können dazu beitragen, mehr wertvolle Nährstoffe aufzunehmen. Das sind vor allem die Vitamine A, C und E, Kalium, Magnesium, Eisen und Folsäure.

2. Weniger ungesunde Fette

Im Zuge einer pflanzlichen Ernährung reduziert sich die Aufnahme von gesättigten Fetten, die vor allem in verarbeiteten tierischen Lebensmitteln stecken. Infolgedessen kann das Risiko zurückgehen, an typischen Zivilisationskrankheiten zu erkranken, die mit dem Konsum von gesättigten Fetten und stark verarbeiteten Lebensmitteln in Verbindung gebracht werden. Eine vollwertige pflanzliche Ernährung kann demnach für eine bessere Herzgesundheit, eine höhere Insulinsensitivität und ein verringerten Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, sorgen. Eine pflanzenbasierte Ernährung kann außerdem dazu beitragen, den Blutzucker- und den Cholesterinspiegel wirksam zu senken.

3. Vorteile für die Darmgesundheit

Auch die vermehrte Aufnahme von Ballaststoffen, die üblicherweise mit einer pflanzlichen Ernährung einhergeht, kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken: Schließlich ist eine gute Ballaststoffversorgung wichtig für eine gesunde Darmflora. Ballaststoffe dienen nützlichen Darmbakterien als Lebensgrundlage und helfen ihnen dabei, sich zu vermehren. Diese nützlichen Darmbakterien sind unter anderem an der Regulierung des Insulinspiegels und des Fettstoffwechsels beteiligt. Sie sind wesentlicher Bestandteil eines gesunden Immunsystems und des allgemeinen Wohlbefindens. Außerdem sind sie an der Ausschüttung von Sättigungshormonen beteiligt und können somit eine gesunde Gewichtsreduktion unterstützen.

4. Auswirkungen auf die Ressourcen

Die Nachfrage nach tierischen Produkten steigt weltweit – insbesondere Fleisch wird zunehmend konsumiert. Dieser hohen Nachfrage kann aktuell nur mit der ressourcenintensiven und ethisch bedenklichen Massentierhaltung begegnet werden. Die industrialisierte Intensivhaltung von Tieren verbraucht große Mengen an Futtermittel und Wasser. Effizienter und ressourcenschonender könnte es dagegen sein, die angebauten pflanzlichen Nahrungsmittel direkt für den menschlichen Konsum zu verarbeiten, anstatt sie überwiegend als Futtermittel für die industrielle Tierhaltung zu verwenden. Dass immer noch große Teile der Weltbevölkerung an Hunger leiden, während Nutztiere zum Verzehr gemästet werden, macht schließlich ein generelles Verteilungsproblem von Nahrung sichtbar.

5. Klimaschutz

Auch der Klimaschutz kann von einer pflanzlichen Ernährung profitieren. Die Produktion tierischer Lebensmittel ist ressourcenintensiv: Nicht nur Wasser und Futtermittel werden für die Haltung der Tiere verbraucht – auch Unterbringung, Transport und Schlachtung vergrößern den ökologischen Fußabdruck dieser Industrie. Nähere Informationen bietet hier der CO2-Rechner der „Klimatarier“: Er berechnet die Klimawirksamkeit von Lebensmitteln. Dabei wird schnell klar: Die pflanzliche Ernährung allein ist noch kein Allheilmittel. Die im tiefsten Winter erworbene Tomate hat einen langen Transportweg und damit auch einen erheblichen CO2-Ausstoß hinter sich. Für eine optimale klimafreundliche Ernährung sollte die pflanzliche Ernährung daher ebenfalls regional und saisonal ausgerichtet sein. Das klingt komplizierter, als es ist: Noch vor einer Generation war eine solche Ernährung ganz selbstverständlich.

In puncto Ernährung können kleine Schritte also bereits viel bewirken: Sei es für die eigene Gesundheit, gegen Tierleid oder für das Klima.

 

Bildnachweis: CC0 via pixabay.com

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