Kinderkrankheiten erkennen – diese Warnhinweise sollten Eltern nicht ignorieren

An Orten, an denen sich vermehrt Menschen auf engem Raum aufhalten, haben leider auch Krankheitserreger leichtes Spiel. So ist es gerade in Großstädten wie Berlin schwer vermeidbar, dass Viren und Bakterien von Mensch zu Mensch übertragen werden. In der Hauptstadt nahmen in den letzten Jahren meldepflichtige Kinderkrankheiten wie Mumps, Keuchhusten und Windpocken zu. Vor allem Kitas und Schulen sind regelrechte Brutstätten für Virusinfektionen. Wenn das Kind plötzlich krank wird, sind Eltern schnell in großer Sorge. Oftmals gibt es jedoch keinen Grund zur Panik – die meisten Kinderkrankheiten verlaufen bei ausreichendem Impfschutz komplikationslos. Wie Sie die Krankheiten erkennen und sich im Infektionsfall richtig verhalten.

Kinderkrankheiten ernst nehmen

Obwohl Kinderkrankheiten in der Regel vollständig wieder ausheilen, sind sie nicht harmlos. Vor allem, wenn der Allgemeinzustand sich deutlich verschlechtert, sollte schnellstens ein Arzt aufgesucht werden. Die Kleinsten werden häufig krank, weil ihr Immunsystem noch nicht mit den Erregern in Kontakt gekommen ist und keine Antikörper bilden konnte. Ist die Krankheit überstanden, ist ein Kind häufig immun und kann sich nicht erneut anstecken.

Kinderkrankheiten betreffen allerdings nicht nur Kinder: Auch Erwachsene, die mit den Erregern von Krankheiten wie Scharlach in Kontakt kommen, können krank werden. Bei ihnen sind die Krankheiten meist sogar mit größeren Komplikationen verbunden. Mumps zeigt sich bei Kindern in der Regel durch Fieber sowie eine Schwellung der (Ohr-)Speicheldrüsen. Bei Erwachsenen kann zusätzlich das zentrale Nervensystem betroffen sein. Röteln, die durch die charakteristischen roten Flecken auf dem Gesicht und auf dem Körper zu erkennen sind, können für Erwachsene – insbesondere Schwangere – besonders gefährlich werden. Sie können über die Plazenta den Fötus anstecken, was in den frühen Schwangerschaftswochen die Gefahr von Missbildungen erhöht.

Typische Symptome

Eine Übersicht über die geläufigsten Kinderkrankheiten finden Sie auf dieser Seite. Meist sind die Erreger an typischen Symptomen recht leicht zu erkennen. Masern und Windpocken zeigen sich durch einen charakteristischen Ausschlag, Scharlach erkennt man an der sogenannten Himbeerzunge. In diesem Fall ist die Zunge rot verfärbt und die Zungenknospen schwellen an. Keuchhusten klingt anders als normaler Husten und es dauert oft sehr lange, bis er ausgeheilt ist.

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit zeigt sich neben fiebrigen Symptomen durch einen Ausschlag im Mund sowie an den Handflächen und Fußsohlen. Zu fast allen Krankheiten kommen typische Erkältungs- und Grippesymptome hinzu sowie Schwäche und Abgeschlagenheit.

So verhalten Sie sich richtig

Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Kind an einer Kinderkrankheit leidet, entschuldigen Sie es unverzüglich aus dem Kindergarten oder der Schule. Isolieren Sie es, wenn möglich, auch von gefährdeten älteren oder kranken Angehörigen, um Ansteckung zu vermeiden. Wenn der Allgemeinzustand sich rapide verschlechtert oder plötzlich ein steifer Nacken und starke Kopfschmerzen auftreten, ist ein sofortiger Arztbesuch notwendig. Es könnte sich nämlich um eine bakterielle Meningitis handeln.

Meldepflichtige Infektionen werden vom Arzt in der Regel direkt dem Gesundheitsamt gemeldet. Sie als Eltern sind jedoch angehalten, den Kindergarten oder die Schule darüber zu informieren. Bei vielen Krankheiten ist es möglich, Vorsorge zu treffen. In der warmen Jahreszeit gibt es Vorkehrungen, die Erwachsene und Kinder gegen Zecken und Stechmücken treffen können. Gegen Krankheiten wie Keuchhusten und Windpocken gibt es die Möglichkeit, Kinder impfen zu lassen. Da der Impfschutz jedoch nicht einhundertprozentig sicher ist, bleiben Sie dennoch achtsam, wenn Sie eine ansteckende Krankheit vermuten.

Bildnachweis: CC0 via pixabay.com

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