Berlin-Premiere des Films „Lievalleen“ von Peter Wawerzinek / Wir verlosen Bücher  

Peter Wawerzink, Autor, Berlin, Kollwitzplatz

Autor Die Berlin-Premiere des Films Lievalleen findet am 12. Februar 2020 um 20 Uhr im Großen Haus der Volksbühne statt. Danach ist der Kinostart am 13. Februar in der Brotfabrik.

Lievalleen, was so viel heißt wie „Mutterseelenallein“,  erzählt mit starken Bildern, höchst ungewöhnlichen filmischen Einfällen, wundersamer Poesie und großer Wucht eine Geschichte über die Suche nach einer verlorenen Schwester, nach Familie, nach Geborgenheit, nach Heimat. Er erzählt auch von Mutterlosigkeit, Waisenhäusern, Psychiatrien in der DDR – und von rettenden Engeln bzw. deren Ausbleiben. Selten wurde die Melodie von Sehnsucht, Verlorenheit und Einsamkeit so grandios angestimmt

Autor Peter Wawerzinek und der Regisseur Steffen Sebastian haben auf Grundlage des Romans Rabenliebe über die letzten Jahre hinweg an diesem Film gearbeitet, der sich mit der Zeit zu etwas entwickelte, das über eine reine Romanverfilmung weit hinausgeht. Wir finden: Ein Meisterwerk, das man sehen sollte.

Lievalleen wurde bisher kaum öffentlich gezeigt, unter anderem Ende April 2019 beim FILMKUNSTFEST MV in Schwerin, wo er seine Uraufführung hatte. Die Berlin-Premiere in der Volksbühne wird, begleitet von den Musikern Bob Rutman und Herbst in Peking, sicher zu einem ganz besonderen Abend.

Rabenliebe

In „Rabenliebe“ ging es in weiten Teilen um Wawerzineks eigene Geschichte: um die Geschichte eines Jungen, der 1954 in Rostock geboren wurde, in einem schmalen Haus am Stadthafen, einer verrufenen Gegend, und dessen Eltern ihn und seine Schwester 1957 allein in der Wohnung zurückließen, um selbst nach Westdeutschland abzuhauen. Die Kinder wären fast verhungert. Fünf Tage dauerte ihr Martyrium, dann wurde die Wohnung von der Polizei aufgebrochen. Peter Wawerzinek war damals drei, seine Schwester zwei Jahre alt.

Schluckspecht

Mit dem fröhlichen »Egészségdre Palinka« der Tante fing es an, mit dem Schnüffeln am Rumtopf ging es weiter. Dann folgten Eierlikör, die selbstgebraute »Schwarze Johanna«‹, fröhliche Trinkrunden mit Freunden, Mut proben, die Unsicherheiten der Adoleszenz, Bier, Wein, ein wildes Leben für die Kunst, Frauen, Feiern, Probleme, Abstürze. Der Schmerz des von den Eltern verstoßenen Helden und der Versuch, ihn zu vergessen, führen in die Abgründe des Exzesses. Doch wie der Autor selbst, schafft es auch seine Romanfigur, sich auf geradezu mirakulöse Weise am eigenen Schopf aus dem Sumpf des Alkohols zu ziehen.

Liebestölpel

Über den tollpatschigen Versuch, mit der widerspenstigen Sache namens Liebe klarzukommen. Peter Wawerzineks umwerfender Roman über Lebenslieben und -lügen, Familiensehnsucht und -flucht. Und über das Festhalten und Verschwinden. Erzählt in einer musikalisch-bildreichen Sprache, wie dies nur Peter Wawerzinek kann. „Die Liebe, ach Junge, besser du lässt die Finger davon“, hatte sein Opa ihn gewarnt, da war er gerade vierzehn. Menschen wie sie könnten da nur Schiffbruch erleiden. Wären sie Vögel, so der Opa weiter, dann würden sie zur Spezies der Trottellummen gehören. Trottellummen seien in der Luft grandiose Segler. Doch beim Landeanflug offenbare sich ihr eigentliches Problem: Da seien sie plötzlich unbeholfen, wirkten fast schon trottelig. Und das setze sich dann bei Paarung, Nestbau und Brutpflege nur noch fort. Trottellummen, so der Opa, neigten zu kompliziertem Beziehungsverhalten. Als der Opa dies erklärte, konnte der Ich-Erzähler in Peter Wawerzineks Roman Liebestölpel noch nicht wissen, dass er tatsächlich gerade kurz davor stand, seine erste amouröse Bruchlandung hinzulegen: Seine Kindheitsfreundin Lucretia, mit der er seit seinem dritten Lebensjahr fast jede Minute verbrachte, wird sich bald darauf lieber mit dem Fleischergesellen statt mit ihm treffen. Ja schlimmer noch, ohne jede Vorwarnung wird sie einfach von einem Tag auf den anderen verschwinden.

Verlosung

Die Berliner Lokalnachrichten verlosen alle drei Bücher der Trilogie von Peter Wawerzinek. Zur Teilnahme geben Sie bitte im Textfeld das Stichwort „Wawerzinek“ an. Eine Teilnahme per E-Mail ist nicht möglich. Einsendeschluss ist der 20. Februar 2020.

Rechtsweg und Auszahlung sind ausgeschlossen. Die Teilnehmerdaten werden ausschließlich für die Durchführung der Verlosung verwendet. Bildrechte: ©Galiani Berlin

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